Millionen-Subvention für Kino-Projekt?
Bürgermeister-Kandidatin: Investor zahlt niedrigeren Grundstückspreis als der frühere Interessent

Lüdinghausen -

Schwerwiegende Vorwürfe richtete Herausfordererin Doris Krüger in Richtung Stadt und Bürgermeister Richard Borgmann: „Die Stadt wird das Kinoprojekt mit einer Million Euro subventionieren“, erklärte die Kandidatin am Montagabend bei ihrem ersten Bürgergespräch in Seppenrade. Diese Subvention resultiere aus einem zu niedrigen Verkaufspreis für das Grundstück an der Konrad-Adenauer-Straße neben Bruno Kleine.

Dienstag, 28.07.2015, 18:07 Uhr

Zur Vorgeschichte: Ursprünglich wollte die Stadt Lüdinghausen das Grundstück an ein anderes Unternehmen verkaufen. Der Euronics XXL-Markt sollte dort untergebracht werden. Die Verkaufsverhandlungen waren schon vor geraumer Zeit gelaufen, letztlich scheiterte das Projekt aber.

Als Alternative entwickelte sich der Bau eines Kinos und eines Rewe-Markts. Der Preis, zu dem die Stadt Lüdinghausen jedoch die Flächen an den Kino-Investor veräußern wolle, liegt nach Erklärung von Doris Krüger deutlich unter dem Preis, der mit dem Elektronikmarkt-Ansiedler vereinbart worden waren. Jetzt belaufen sich die Grundstückskosten auf 65 Euro pro Quadratmeter. „Überlegen Sie mal, was Sie für einen Quadratmeter bezahlt haben“, lautete Krügers Aufforderung an das Publikum.

Die von seiner Kontrahentin genannten Grundstückspreise wollte Bürgermeister Richard Borgmann gestern gegenüber den WN nicht kommentieren. Er räumte allerdings ein, dass es für das Kino und den Supermarkt unterschiedliche Grundstückspreise gebe. „Wenn die Stadt Lüdinghausen ein Kino will, muss man auch etwas dafür tun“, deutete Borgmann eine „Mischkalkulation“ an. Ein Grundstückspreis ergebe sich auch aus der Frage, „was es einem Rat wert ist, ein Kino in der Stadt zu haben“.

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