SPD-Kandidaten um das Bürgermeister- und Landratsamt stellten sich den Genossen:
„Die beste Idee umsetzen“

Lüdinghausen -

Carsten Rampe und Doris Krüger stellten sich als Kandidaten den SPD-Mitgliedern. Für Rampe war es der erste Auftritt in seiner neuen Funktion vor den Lüdinghauser Genossen.

Samstag, 22.08.2015, 20:08 Uhr

Carsten Rampe  stellte sich als Landratskandidat vor. Ihm hören Niko Gernitz (M.) und Gunnar Dipp (Freifunk) zu.
Carsten Rampe  stellte sich als Landratskandidat vor. Ihm hören Niko Gernitz (M.) und Gunnar Dipp (Freifunk) zu. Foto: west

„Ich wette, dass Doris Krüger 56 Prozent der Stimmen bekommt.“ Diese Prognose wagte SPD-Ortsvereins-Vorsitzender Niko Gernitz am Donnerstagabend im Rahmen einer SPD-Mitgliederversammlung. Auch wenn der eine oder andere Genosse über diese sehr optimistische Schätzung schmunzelte – sicher waren die Sozialdemokraten am Donnerstag in der Gaststätte „Zur Mühle“ auf jeden Fall, dass die gemeinsame Kandidatin von SPD , Grünen und UWG die nächste Bürgermeisterin Lüdinghausens wird.

Ganz im Zeichen des Wahlkampfes stand die Mitgliederversammlung der Sozialdemokraten, denn neben Doris Krüger als Bürgermeisterkandidatin stellte sich Carsten Rampe als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen um das Amt des Landrats vor. Zum ersten Male war Rampe, bei dem es sich um einen langjährigen Genossen in verschiedenen Funktionen handelt, unter diesem Stern Gast einer SPD-Mitgliederversammlung in der Steverstadt.

„Auch wenn ich als Ex-CDU-Frau vor einem halben Jahr mit meinem Wahlergebnis keinen Bilderbuchstart hatte, so habe ich trotzdem in den vergangenen Wochen viel Vertrauen durch Euch erfahren“, versicherte die Kandidatin, die sich selbstkritisch und kämpferisch präsentierte. Sie setzte sich auch mit der Tatsache auseinander, dass die drei Parteien, die sie nominieren, nicht in jedem Thema auf einer Wellenlänge liegen. „Es soll lebendig diskutiert werden, damit die beste Idee umgesetzt wird“, so ihr Credo. Gernitz und Fraktionssprecher Michael Spiekermann-Blankertz bestätigten, dass durch die gemeinsame Nominierung von Doris Krüger die inhaltlichen Differenzen zwischen den Parteien nicht beseitigt seien, aber „wir gehen anders miteinander um“.

Die „interkommunale Zusammenarbeit“ stellte SPD-Landratskandidat Carsten Rampe in den Mittelpunkt. Von dieser Zusammenarbeit könnten alle profitieren – beispielsweise mit einer kreisweiten Schulentwicklungsplanung, „. . . damit sich die Gemeinden nicht gegenseitig die Schüler klauen“. Rampe setzt sich außerdem für die Einführung eines Demografiebeauftragten ein. Es gelte, sich auf die Herausforderungen der Zukunft einzustellen. Der Kandidat bedauerte ferner, dass der Kreis ein flächendeckendes Glasfasernetz „vertan“ habe. Jetzt bekomme man nur punktuelle Lösungen.

Breite Zustimmung der SPD-Mitglieder fand das Projekt „Freifunk“ für Lüdinghausen . Gunnar Dipp, Mitglied der Initiative, stellte das Projekt vor. In Lüdinghausen gebe es mittlerweile 35 Knotenpunkte. Dass ein flächendeckendes Netz auch für den Tourismus von großer Bedeutung sei, unterstrich Bernd Tewes im Laufe der Diskussion.  

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