Ausschuss beschließt Forderungskatalog zum Thema Borkenberge
Ringstraße für Radler öffnen

Seppenrade -

Sechs Punkte umfasst ein von der CDU vorgelegter Forderungskatalog zum Thema Borkenberge. Bei zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen wurde das Papier verabschiedet.

Freitag, 25.09.2015, 08:09 Uhr

Die Borkenberge sollen als Kleinod der Natur erhalten bleiben. Dazu soll ein Entwicklungsplan erarbeitet werden. Mit einem Beirat will die Stadt Lüdinghausen an dem Verfahren beteiligt werden.
Die Borkenberge sollen als Kleinod der Natur erhalten bleiben. Dazu soll ein Entwicklungsplan erarbeitet werden. Mit einem Beirat will die Stadt Lüdinghausen an dem Verfahren beteiligt werden. Foto: west

Ein Beirat, dem Vertreter der Stadt Lüdinghausen , der Stadt Haltern, der Naturschutzverbände, des Umweltamtes des Kreises Coesfeld und der Landwirtschaft angehören, soll die Entwicklung, die Pflege und die Unterhaltung des ehemaligen Truppenübungsplatzes Borkenberge nach Abzug der Briten begleiten. Dafür sprach sich gestern der Ausschuss für Bau, Verkehr, Bauerschaften und Umwelt bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen aus. Darüber hinaus soll das unter höchstem Naturschutz stehende Gelände für die Bevölkerung zugänglich gemacht werden: Die Ringstraße soll für Radfahrer und Fußgänger geöffnet werden, nachdem zunächst einmal dieser Bereich auf alte Munitionsreste untersucht wurde und diese gegebenenfalls geräumt wurden. Auch dieser Forderung, die von Anton Holz für die CDU-Fraktion formuliert wurde, schloss sich der Ausschuss mehrheitlich an.

„Die Borkenberge stellen aus Sicht der Natur einen Traum dar“, charakterisierte Christian Techtmann vom Bundesforstbetrieb Rhein-Weser die Besonderheit des ehemaligen Truppenübungsplatzes. „Alle Tiere, die in NRW ansonsten vom Aussterben bedroht sind, gibt es hier noch“, so der Forstbeamte. Er rief die Historie des Gebietes noch einmal kurz in Erinnerung und erläuterte die aktuelle Situation nach dem Abzug der britischen Rheinarmee. Techtmann geht davon aus, dass spätestens Ende 2015 die Entscheidung fällt, ob tatsächlich die Bundesumweltstiftung das Naturschutzgebiet in ihre Obhut nimmt. Dann soll ein Entwicklungsplan für das gesamte Gebiet erarbeitet werden – und daran würde auch der Beirat beteiligt.

Der Forderungskatalog , den Anton Holz für die CDU-Fraktion vorlegte und mehrheitlich verabschiedet wurde, sah ferner die Gewährleistung der Pflege und Unterhaltung des ehemaligen Truppenübungsplatzes vor. Weiter sollen die Wald- und landwirtschaftlichen Flächen weiter wie bisher bewirtschaftet werden. Gefordert wird weiterhin eine ordnungsgemäße Jagd – insbesondere mit Blick auf die Wildschweinpopulation, die als Überträger der Schweinepest betrachtet wird.

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