Bauern und Unternehmen sind beunruhigt:
Wieder Metall in Maisfeldern

Lüdinghausen/Werne -

Landwirte und Lohnunternehmer sind beunruhigt: In Werne haben unbekannte Täter wieder für Sachschaden in Höhe von rund 25 000 Euro auf zwei Maisfeldern gesorgt. An Maispflanzen waren Metallteile befestigt worden, die dann bei der Ernte die Maschinen zerstörten. Die Zwischenfälle ereigneten sich am Freitag und am Sonntag.

Dienstag, 06.10.2015, 18:10 Uhr

„Es war lange ruhig“, versicherte Polizeisprecher Ralf Storcks von der Kreispolizeibehörde des Kreises Coesfeld auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten . Vor zwei Jahren war zum letzten Mal ein ähnlicher Fall aufgetreten und bildete das vorläufige Ende einer langen Serie von Sabotageakten. Mit dieser Ruhe scheint es jetzt vorbei zu sein.

Die ersten Sabotageakte traten vor rund 25 Jahren auf. Betroffen waren Landwirte und Lohnunternehmen im nördlichen Kreis Unna und im südlichen Kreis Coesfeld. Stets ähnelten sich die Zwischenfälle: An den Maispflanzen waren Schrauben oder Stangen festgebunden, die dann für erhebliche Schäden an Mähwerken sorgten. Mehr noch: Zumindest in einem Fall wurde durch umherfliegende „Trümmer“ eine Person verletzt. Aufgeklärt wurden die Taten letztlich nie.

Um der Gefahr vorzubeugen, setzten die Unternehmer Metalldetektoren ein, die die Maschinen lahmlegten, sobald Metall erkannt wird. „Diese Geräte sind mittlerweile Standard“, erläuterte Lohnunternehmer Reinhold Schrey aus Seppenrade. Er hatte vom jüngsten Zwischenfall in Werne noch nichts gehört, erinnerte sich aber an ähnliche Sabotageakte vor gut einem Jahr in Waltrop. Dort lehnte er daraufhin entsprechende Aufträge ab.

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