Einsatzübung des Löschzugs Seppenrade
Brandgefährliche Verpuffung im Batteriefass

Seppenrade -

Einen besonders gefährlichen Einsatz probte der Löschzug Seppenrade der Freiwilligen Feuerwehr bei der Firma STK-Service Michael Seiling auf der Werkstraße am Dienstagabend. Dieser Betrieb übernimmt unter anderem im Bereich der Entsorgung von Wertstoffen Abholaufträge eines bundesweit tätigen Dienstleistungsunternehmens für ganz NRW, hauptsächlich Batterien aller Art.

Mittwoch, 04.11.2015, 19:11 Uhr

Lagebesprechung des Löschzugs mit Firmeninhaber Michael Seiling (rechts): In den grünen Kartons befinden sich Altbatterien, die hier gelagert werden.
Lagebesprechung des Löschzugs mit Firmeninhaber Michael Seiling (rechts): In den grünen Kartons befinden sich Altbatterien, die hier gelagert werden. Foto: mib

Die Feuerwehr hatte dort bereits vor zwei Jahren eine große Übung abgehalten. Doch hat sich innerhalb der zertifizierten Firma STK-Service einiges verändert. So ist die Lagerfläche, auf der auch das zweite Standbein, die Getränketechnik untergebracht ist, auf 1600 Quadrat­meter vergrößert, der Anteil der Gefahrstoffe mit Altbatterien aber verkleinert.

„Früher lagerten wir diese Batterien bei uns ein, die dann mit großen Lastwagen bis nach Bremervörde zur Entsorgung gebracht wurden. Jetzt hat die Firma Remondis in Dorsten eine Sortierstation. Wenn wir mit unseren Fahrzeugen die Altbatterien bei Discountern und anderen Firmen abholen, bringen wir diese oft direkt nach Dorsten. Somit fällt eine Lagerung bei uns weg. Waren es früher weit über 100 Tonnen, sind zurzeit etwas über 30 Tonnen hier gelagert“, so Firmeninhaber Michael Seiling . Und wie gefährlich ein Brand mit Batterien sein kann, hat die Feuerwehr vor einigen Jahren auf der Halterner Straße in Seppenrade selbst erleben können.

Die Übungsidee sah vor, dass es bei Verladearbeiten von Altbatterien zu einer Verpuffung in einem Batteriefass kommt. Das Feuer greift auf in der Halle gelagerten Paletten über. Die vier Mitarbeiter, die sich in der Halle befinden, können diese nicht mehr verlassen. Zwei von ihnen sind bewusstlos, zwei können durch Hilferufe auf sich aufmerksam machen. Nach der Alarmierung lassen sich die Feuerwehrkameraden zunächst von einem Mitarbeiter erläutern, was für Gefahrenstoffe gelagert sind. Dann beginnen sie sofort unter schwerem Atemschutz mit der Bergung der Verletzten aus der total verrauchten Halle. Dabei kommt auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Anschließend wird ein Schaumangriff simuliert.

Als sich der künstliche Nebel nach der Übung ein wenig gelichtet hatte, ließen sich die Blauröcke durch Michael Seiling erklären, wo und wie welche Batterien oder PU-Schaumdosen gelagert werden. Paul Stimberg bedankte sich im Namen des Löschzuges beim Ehepaar Seiling, dass den Kameraden die Gelegenheit zu einer wichtigen Übung gegeben wurde.

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