SPD lehnt neuen Standort ab / Antrag zu sozialem Wohnungsbau
Bücherei soll bleiben

Lüdinghausen -

Mit den Worten, er sei ein „großartiger Bundeskanzler“ gewesen, erinnerte der Vorsitzende Niko Gernitz bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsverein am Samstagabend in die Gaststätte zur Mühle an den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Schmidt und ließ ebenfalls an die Opfer der Pariser Attentate gedenken.

Sonntag, 22.11.2015, 21:11 Uhr

Einen Blumenstrauß  in Parteifarben erhielt Kathrin Vierhaus (2.v.r.), der vom Vorstand um Niko Gernitz (2.v.l.), Michael Spiekermann-Blankertz (1.v.l.) und Natalie Geist (1.v.r.) zur Neumitgliedschaft im Ortsverein der SPD gratuliert wurde.
Einen Blumenstrauß  in Parteifarben erhielt Kathrin Vierhaus (2.v.r.), der vom Vorstand um Niko Gernitz (2.v.l.), Michael Spiekermann-Blankertz (1.v.l.) und Natalie Geist (1.v.r.) zur Neumitgliedschaft im Ortsverein der SPD gratuliert wurde. Foto: juze

Nach diesem eher bedrückenden, durch die jüngsten Ereignisse geprägten Beginn der Versammlung, freute sich Gernitz, neue Mitgliedschaften Im SPD-Ortsverein als „frohe Botschaft“ in die Runde zu bringen. Stellvertretend für zwei weitere neue Mitglieder, erhielt Kathrin Vierhaus einen Blumenstrauß und wurde von den Parteigenossen willkommen geheißen. Die junge Frau hatte sich nach dem vergangenen Wahlkampf weiterhin mit dem Thema Politik auseinandergesetzt und sich für eine Mitgliedschaft im Ortsverein entschieden. „Planung und Bau interessieren mich dabei besonders“, erklärte die Studentin des Bauingenieurswesen.

Im Anschluss folgte Michael Spiekermann-Blankertz mit seinem Antrag zur „Förderung des Sozialen Wohnungsbaus“ in der Steverstadt, der zunächst für intensive Diskussionen bei den Sozialdemokraten führte. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“ lautete dabei ein Großteil der Meinungen, angesichts der finanziellen Förderung durch das Land. Zudem sei die Nachfrage nach günstigem Wohnraum deutlich vorhanden, brachten die Mitglieder in die Diskussion ein.

In den letzten zehn Jahren sei der Fokus zu sehr auf die Erschließung neuer Baugebiete, wie zuletzt das Baugebiet Höckenkamp gelegt worden, kritisierte Spiekermann-Blankertz in seinem Antrag. Da so die Einkommensschere ebenfalls wächst, fordert er die Flächen für Sozialbau auszuweiten. „Mehr als notwendig“, bezeichnete Artur Friedenstab die Erschließung neuer Flächen. Jedoch müsse dabei das Gespräch mit Anliegern gesucht werden, die sich gegen den Bau von Mehrfamilienhäuser stellen, wie bereits häufiger in der Vergangenheit geschehen. „Denn nicht jeder kann sich ein Eigenheim leisten“, machte Friedenstab die Notwendigkeit sozialen Wohnraums weiter deutlich. Ebenso soll eine „Ghetto-Bildung“ durch ausgelagerte Flächen für den Sozialbau vermieden werden. So sahen die Teilnehmer es wünschenswert den sozialen Wohnungsbau in bereits vorhandene Baugebiete zu bringen, wie es in Münster in einem „Masterplan“ der Stadt festgelegt ist. Denn auch für Investoren sei der Soziale Wohnungsbau attraktiv, lasse sich durch ihn durch die Förderung des Landes, Geld verdienen.

Als ein „super Signal“ wertete Niko Gernitz die einstimmige Annahme des Antrags, ehe mit dem möglichen Umzug der Bücherei, ein weiteres Thema für Diskussionsbedarf sorgte. Einige Teilnehmer zeigten sich deutlich aufgebracht über die Überlegungen eines Umzug in den Hotel-Neubau, dessen Lage und Ambiente für eine Bücherei als „unpassend“ empfunden wurde. So fordern die Parteigenossen zunächst ein Konzeptidee, ehe weitere Überlegungen gemacht werden. Nach dem Austausch über weitere Anliegen der Teilnehmer, erfolgte ein Rückblick auf die vergangene Bürgermeisterwahl und die Bekanntgabe wichtiger Termine, ehe Niko Gernitz die Versammlung verabschiedete.

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