Schüler des Anton sammeln als Praktikanten neue Erfahrungen in Betrieben
Von der Bücherei bis zum Gericht

lüdinghausen -

Der Scheinwerfer ist den ganzen Tag auf die Schüler gerichtet“, so beschreibt Christian Weyers, Lehrer am Anton, die Herausforderung des 14 tägigen Betriebspraktikums der Schüler der Einführungsphase (EF). Zusammen mit Anne Daheim ist er seit sechs Jahren zuständig für die Berufsorientierung am Anton.

Donnerstag, 04.02.2016, 11:02 Uhr

Juliane Heitmann bei ihrer Arbeit in der Apotheke.
Juliane Heitmann bei ihrer Arbeit in der Apotheke. Foto: heck

Zur Vorbereitung legten die Schüler verschiedene Berufsportfolios im vergangenen Schuljahr an, so konnten sie sich schon einmal über einige Berufe informieren. Es sei aber auch wichtig, dass die Schüler in die Arbeitswelt schnuppern; auch um herauszufinden, was sie nicht wollen. Als weiteren Vorteil neben vielen „Momenterfahrungen“ sieht er, dass die Schüler sich ohne ihr „soziales Netz“ zurechtfinden müssen und viele Schüler sich dadurch besser kennenlernen. Weyers selbst hat gute Erfahrungen mit seinen Praktika gemacht. „So bin ich zum Beruf des Lehrers gekommen.“

Für Jule Budde ist das Praktikum eine „Chance, berufliche Richtungen kennenzulernen oder eine Richtung zu bestätigen.“ Sie verbringt die zwei Wochen ihres Praktikums im Rathaus in Lüdinghausen. Dort erhält sie interessante Einblicke in den Fachbereichen Kultur und zentrale Dienste. Die Richtung hat Jule schon länger interessiert und nach dem Praktikum ist sie sich sicherer, dass sie später einmal im Büro arbeiten will. „Besonders die kreativen Aufgaben, wie zum Beispiel das Erstellen von Plakaten, machen mir viel Spaß.“

Schnupperwochen im Berufsleben

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  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck
  • Zwei Wochen lang hatten Schüler der Einführungsstufe des St.-Antonius-Gymnasiums die Gelegenheit, als Praktikanten die unterschiedlichsten Arbeitsplätze kennenzulernen. Foto: heck

Zur gleichen Zeit sortiert Luka Schneider in der Bücherei Bücher ein. Sie schnuppert in den Beruf der Bibliothekarin rein, „weil ich Bücher liebe“, erklärt sie. Eine Bücherei sei eine gute Idee, da nicht alle Bücher, die man lesen möchte, neu gekauft werden müssten, sondern einfach ausgeliehen werden können. Deshalb macht es ihr besonders Spaß, die Bücher, Spiele und Filme an der Theke zu verleihen. „Außerdem komme ich immer mit den Leuten in Kontakt, das ist toll.“

Auch Merle Teuber kommt als Fotografin mit Leuten in Kontakt. Ihr gefällt der Beruf sehr gut, da er vielfältig sei. „Ich mache nicht immer das gleiche.“ Besonders gerne mache sie Fotos und bearbeitet sie anschließend. „Das mit der Beleuchtung ist aber ungewohnt und noch etwas schwierig.“ Denn anders als in der Freizeit, darf sie Fotoshootings in einem richtigen Studio durchführen. Von ihrem Einblick in die Arbeitswelt erhofft Merle sich, zu gucken, „ob der Job was für mich ist und wie es überhaupt ist, zu arbeiten“. Obwohl sie gemerkt hat, dass sie Spaß daran hat mit Fotos zu arbeiten und sich auch vorstellen kann, dies später beruflich zu machen, fehlt Merle der Austausch mit ihren Freunden in der Schule. Zudem findet Merle, dass auch die Arbeitszeiten ungewohnt lang seien.

Juliane Heitmann hingegen freut sich, dass sie insgesamt weniger Stunden arbeitet, als sie normalerweise in der Schule sitzen müsste. In der Apotheke arbeitet sie vormittags und nachmittags. „Ich räume hier Medikamente ein oder kontrolliere auch mal die Verfallsdaten.“ Das Highlight jedoch war für Juliane, als sie bei der Herstellung einer Salbe nach Rezeptur zuschauen durfte. „Das war richtig interessant“, lautete Julianes Fazit. Sie hat sich vorher in ihrem Berufsportfolio schon mit diesem Berufsfeld beschäftigt. „Ich wollte mal mitbekommen, wie das alles so abläuft“, und das hat Juliane auch.

Spannend sei auch das Praktikum im Amtsgericht finden Karolin Vogel, Lisa Edelbrock und Lotte Hülsmann. Sie dürfen in allen Bereichen schnuppern, zum Beispiel als Wachtmeister, Justizfachangestellte und Richter. „Es ist sehr interessant und ein besserer Einblick als nur bei einem Anwalt“, teilt Lisa mit. Allen drei gefallen die Gerichtsverhandlungen, in denen sie anwesend sein dürfen, am besten. Nur seien sie ein wenig traurig, dass das Praktikum schon morgen endet.

Die Einblicke und Erfahrungen allerdings, möchte wohl keiner der Schüler missen. 

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