Sozialer Wohnungsbau soll nach Vorstellung der SPD forciert werden
Niemand will eine Gettobildung

Lüdinghausen -

Auch sozial schwächer gestellten Menschen müsse es möglich sein, in Lüdinghausen angemessenen Wohnraum zu bezahlbarem Preis zu erhalten. Daher forderte die SPD-Fraktion in einem Antrag im Planungsausschuss am Donnerstag, den sozialen Wohnungsbau in der Stadt deutlich zu forcieren. „Es gibt Handlungsbedarf“, stellte SPD-Fraktionssprecher Michael Spiekermann-Blankertz fest.

Sonntag, 14.02.2016, 13:02 Uhr

Aus diesem Grund solle die Stadt in allen künftigen Baugebieten Flächen für den sozialen Wohnungsbau verpflichtend vorhalten. Dies wollte er zunächst ausdrücklich auch auf den bereits beschlossenen Bebauungsplan Höckenkamp-Nord ausgedehnt sehen. Daher ging den Sozialdemokraten der Beschlussvorschlag der Verwaltung in dieser Sache nicht weit genug.

Die hatte sich dafür ausgesprochen, bei der Vermarktung städtischer Grundstücke in Neubaugebieten den Bauverein Lüdinghausen sowie die WohnBau Westmünsterland anzusprechen, ob Interesse an einem entsprechen Bauprojekt bestehe. Zudem sollten Bebauungspläne überprüft werden, in wieweit es dort Potenzial für den Geschosswohnungsbau gebe.

Für Bernhard Möllmann (CDU) ging der Verwaltungsvorschlag in die genau richtige Richtung. Zudem habe die Stadt bereits Objekte des sozialen Wohnungsbaus in guten lagen. Grünen-Fraktionssprecher Eckart Grundmann regte an: „Die Stadt kann selbst bauen und vermieten.“ Rafeael Borgmann (UWG) schloss sich dem SPD-Antrag. Eine Festschreibung des sozialen Wohnungsbaus in den Bebauungsplänen sei „vernünftig“. Schließlich könne niemandem an einer Gettobildung gelegen sein. Darin fand er die Zustimmung aller.

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