Projekt von angehenden Heilerziehungspflegern im St.-Antonius-Gymnasium
„Behindert“ – na und?

Lüdinghausen -

Die angehende Heilerziehungspfleger Katharina Vernekohl, Lukas Tönnis, Katharina Nohn und Stephan Naskrent waren im Anton zu Besuch.

Freitag, 11.03.2016, 13:03 Uhr

Mit tatkräftiger Unterstützung  von Dennis Zittlau (v.l.) brachten Katharina Vernekohl (hinten v.l.), Stephan Naskrent, Katharina Nohn und Lukas Tönnis (r.) den Schülern des St.-Antonius-Gymnasiums das Thema „Inklusion“ näher. Ihre Lehrerin vom Richard-von Weizsäcker-Berufskolleg, Ina Bischoff (hinten 2.v.r.), zeigte sich beeindruckt.
Mit tatkräftiger Unterstützung  von Dennis Zittlau (v.l.) brachten Katharina Vernekohl (hinten v.l.), Stephan Naskrent, Katharina Nohn und Lukas Tönnis (r.) den Schülern des St.-Antonius-Gymnasiums das Thema „Inklusion“ näher. Ihre Lehrerin vom Richard-von Weizsäcker-Berufskolleg, Ina Bischoff (hinten 2.v.r.), zeigte sich beeindruckt. Foto: ben

Als angehende Heilerziehungspfleger werden sie später in ihrem beruflichen Leben Menschen mit den unterschiedlichen Behinderungen betreuen und pflegen. Für Katharina Vernekohl, Lukas Tönnis, Katharina Nohn und Stephan Naskrent ist das eine ganz bewusste Entscheidung gewesen.

Die vier Auszubildenden absolvieren gerade ihr zweites Jahr am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg. Und da gehört ein eigenständig geplantes und durchgeführtes Projekt zum Unterrichtsplan. „Wir haben uns bei unserem Projekt für das Thema ‚Inklusion‘ entschieden“, erzählt Katharina Nohn. Ihr Anliegen: Kindern und Jugendlichen die Scheu zu nehmen, Berührungsängste abzubauen und sie für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren. Dazu haben die Auszubildenden in dieser Woche die fünften und sechsten Klassen sowie eine siebte Klasse des St.-Antonius-Gymnasium besucht.

„Da ging es erst einmal darum, den Begriff ‚Behinderung‘ näher zu beleuchten“, erklärte ein Berufsschüler. Schnell hätten die Gymnasiasten festgestellt, dass es ganz unterschiedliche Arten von Behinderungen gebe. „Selbst wer nur schon einmal den Arm oder das Bein gebrochen hatte, hat – wenn auch zeitlich begrenzt – mit einer Behinderung gelebt.“

Einen unmittelbaren Eindruck von einem ganz anderen Handicap konnten sich die Schüler in einem Parcours verschaffen, in dem es mit verbundenen Augen ganz alltägliche Dinge, wie ein Glas Wasser einschütten oder sich richtig ankleiden, zu bewältigen galt.

Darüber hinaus konnten sich interessierte Schüler aller Stufen in den Pausen an einem extra im Foyer aufgebauten Informationsstand mit dem Thema „Inklusion“ auseinandersetzen. Broschüren, Plakate, Videos und sogar zwei Rollstühle zum „Ausprobieren“ warteten dort.

Ein besonderes Highlight gab es noch durch einen prominten Besuch: Der bekannte Lüdinghauser Rapper und Weltenbummler „Sittin`Bull“, alias Dennis Zittlau, unterstützte das Projekt der angehenden Heilerziehungspfleger und kam an zwei Tagen extra ins Anton, um sich dort den Fragen der Schüler zu stellen und sein speziell für Rollstuhlfahrer umgebautes Auto vorzuführen – „besonders für die Jungen spannend“, wie er augenzwinkernd berichtete. „Die meisten hätten vorher nicht gedacht, dass man trotz einer solchen Behinderung, wie ich sie habe, so selbstständig unterwegs sein kann.“

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