Kinderspaß im Biologischen Zentrum
Papier schöpfen, Brötchen backen und Hütten bauen

Lüdinghausen -

Vier Tage „Natur pur“ erleben 15 Grundschulkinder derzeit im Biologischen Zentrum. Sie bauen im Wald Hütten, backen Brötchen im Steinofen und schöpfen Papier aus Blumen.

Donnerstag, 31.03.2016, 05:03 Uhr

Vier Tage Spaß hatten 15 Mädchen und Jungen jetzt bei der Aktion „Frühjahrsspektakel“. Dabei wurden die Kinder zu kleinen Naturforschern und übten sich unter Anleitung von Martin Relligmann (großes Foto) und FÖJler Alexander Rath in allerlei alten Techniken.
Vier Tage Spaß hatten 15 Mädchen und Jungen jetzt bei der Aktion „Frühjahrsspektakel“. Dabei wurden die Kinder zu kleinen Naturforschern und übten sich unter Anleitung von Martin Relligmann (großes Foto) und FÖJler Alexander Rath in allerlei alten Techniken. Foto: wer

Mit viel Gefühl taucht Lilli Lippelt das quadratische Sieb in die violett-rote Pampe. Dann hebt sie den Rahmen heraus, auf dem Sieb hat sich eine matschige Masse gesammelt. Das Wasser tropft langsam in die Wanne zurück. „Wenn das getrocknet ist, haben wir Papier“, sagt die Achtjährige. Martin Relligmann nickt zustimmend. Er betreut das Ferienangebot des Biologischen Zentrums gemeinsam mit Alexander Rath, der dort sein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert.

Vier Tage – noch bis Freitag – erleben die Kinder im Grundschulalter „Natur pur“. So wurde am ersten Tag der Wald rund um den Klutensee erkundet. „Wir haben Hütten gebaut“, erzählt Merrit Scharrelmann. Gefallen hat der Zehnjährigen auch das Blumensammeln. „Die haben wir dann in Tintenwasser gefärbt“, berichtet Maibritt David. „Die Blüten sind dann rot, blau und grün geworden“, schildern die beiden zehnjährigen Mädchen das Ergebnis. Außerdem haben sie Blumen – Schneeglöckchen, Winterjasmin und Gänseblümchen – gepresst, die dann am Mittwoch für die Herstellung des Papiers gebraucht wurden. „Und aus Zitronenmelisse haben wir Tee gemacht“, erzählt Lilli.

Ziel der Aktionstage sei es, den Kindern spielerisch Natur erleben zu lassen, sagt Martin Relligmann, der schon seit einigen Jahren ähnliche Angebote im Biologischen Zentrum macht. Kinder hätten da ganz unterschiedliche Erfahrungen. „Die Entfernung zur Natur nimmt zu“, hat Relligmann festgestellt. Doch die ließe sich schnell überbrücken: „Kinder sind neugierig und begeisterungsfähig."

So ist es kein Wunder, dass Jonas Groß-Hartmann erklärt: „Ich war schon öfter im Bilogischen Zentrum, auch mit meiner Schulklasse. Mir gefällt das hier sehr gut.“ Klar, dass schon alle darauf gespannt sind, wie die Brötchen schmecken werden, die sie gemeinsam backen wollen.

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