Stadt richtet sich auf weitere Zuweisungen ein:
26 Container für 48 Flüchtlinge

Lüdinghausen -

Die Stadt bereitet sich auf weitere Flüchtlingszuweisungen vor: Mitte Mai soll die „Container-Siedlung“ am Stadtstannenweg bezogen werden. Für das Aufstellen der 26 Container laufen derzeit die Vorbereitungen. Insgesamt sollen darin bis zu 48 Personen eine Unterkunft finden.

Freitag, 01.04.2016, 08:04 Uhr

Die Anbindung der Container erfolgt an die Selmer Straße und nicht an die Glatzer Straße. Die Vorbereiungen laufen.
Die Anbindung der Container erfolgt an die Selmer Straße und nicht an die Glatzer Straße. Die Vorbereiungen laufen. Foto: wer

Auch wenn derzeit die Flüchtlingszahlen zurückgehen: Die Stadt Lüdinghausen richtet sich darauf ein, dass schon bald wieder weitere Asylsuchende untergebracht werden müssen. „Die aktuelle Situation kann sich schnell wieder ändern“, begründete Beigeordneter Matthias Kortendieck von der Stadt Lüdinghausen die vorbereitenden Arbeiten für das Aufstellen von Containern hinter dem ehemaligen THW-Gebäude am Stadts­tannenweg.

330 Flüchtlinge bringt die Stadt Lüdinghausen derzeit unter – alle in eigenen Immobilien. Laut Haushaltsplan stellt man sich jedoch bis zum Jahresende darauf ein, etwa 500 Personen unterzubringen. Um diesen Personen ein geeignetes Quartier anbieten zu können, baut die Stadt nicht nur eine Immobilie am Rohrkamp aus. Aktuell wird die Errichtung der Containeranlage vorbereitet. 26 Container werden dort installiert. Dazu wird aktuell der Boden geschottert, damit in zwei Wochen die Fundamente gesetzt werden können. Die eigentlichen Container werden in der zweiten April-Hälfte angeliefert. Ab dem 13. Mai – dann erfolgt die Übergabe – können die Container bezogen werden. „Wir haben für die Containeranlage eine Vorlaufzeit von rund dreieinhalb Monaten benötigt. Wir wollen uns von der weiteren Entwicklung nicht überraschen lassen“, unterstrich Kortendieck im WN-Gespräch, dass man sich auf weitere Zuweisungen rechtzeitig vorbereiten wolle.

Untergebracht werden können in den 26 Containern 48 Personen – drei Personen pro Container. Neben den 16 Wohncontainern sind die anderen „Module“ als Aufenthaltsräume, Sanitär- und Duschbereiche, Küche und Waschküche gedacht.

Der Beigeordnete äußerte sich zuversichtlich, dass die Container-Bewohner und die angestammten Nachbarn ein gutes Miteinander pflegen werden. Die Stadt sei auf eine Reihe von Wünschen der Anlieger eingegangen. Der Abstand zur Wohnbebauung sei größer, es werde auch eine Bepflanzung vorgesehen. Die Bewohner der Container werden darüber hinaus intensiv von den Integrationskräften betreut.

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