Verein „Kinderlehrhaus“ dankt Anton-Schülern für die Übersetzung von Ausstellungstexten:
Ausstellung „fit“ für die USA

Lüdinghausen -

Über Jahrhunderte lebte die jüdische Rabbiner-Familie Auerbach in Westfalen. Dann kamen die Nazis an die Macht. 1938 flüchtete der Bezirksrabbiner Dr. Selig Auerbach, der auch die Lüdinghauser jüdische Gemeinde betreute, in die USA. Wenn demnächst auch dort das Leben der Familie und deren Schicksal nachvollziehbar wird, dann hat der bilinguale Geschichtskurs der Einführungsphase des St.-Antonius-Gymnasiums daran großen Anteil. Die Schülerinnen und Schüler übersetzten jetzt die Texte einer Ausstellung über das Leben der Familie Auerbach ins Englische. Sie soll demnächst auch in den USA, der heutigen Heimat der Familie, gezeigt werden. In Lüdinghausen war die Ausstellung in den Räumen der Volksbank – ergänzt um Lüdinghauser Aspekte – bereits im vergangenen Jahr zu sehen.

Mittwoch, 20.04.2016, 16:04 Uhr

Gerda Koch, Vorsitzende des Vereins „Kinderlehrhaus“ (l.), bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei Jörg Schürmann, stellvertretender Schulleiter (r.), und den Fachlehrern Ludwig Perick (3.v.r.) und Sabine Düstersiek (3.v.l.).
Gerda Koch, Vorsitzende des Vereins „Kinderlehrhaus“ (l.), bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei Jörg Schürmann, stellvertretender Schulleiter (r.), und den Fachlehrern Ludwig Perick (3.v.r.) und Sabine Düstersiek (3.v.l.). Foto: west

Vom Verein „ Kinderlehrhaus “ aus Recklinghausen , der sich die Förderung des interkulturellen und interreligiösen Lernens zur Aufgabe gemacht hat, war die Ausstellung konzipiert worden. Im vergangenen Jahr weilte auch Ilana Schild , Enkelin des Bezirksrabbiners Dr. Selig Auerbach , mit ihrem Mann Garry Schild in Lüdinghausen und besuchten auch das St.-Antonius-Gymnasium.

„Ihre Übersetzungen tragen dazu bei, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät“, bedankte sich jetzt Gerda Koch, Vorsitzende des Vereins „Kinderlehrhaus“ aus Recklinghausen für das Engagement der Anton-Schüler. Sie überreichte den Jugendlichen, die die Übersetzung zusätzlich zum regulären Unterricht erarbeitetet hatten, ein Zertifikat, um sich für die Arbeit zu bedanken. Sie berichtete gestern noch einmal darüber, wie die Kontakte zu den Nachfahren des Rabbiners zustande gekommen waren und deren Besuch in Deutschland.

 

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