Sommerkonferenz der SPD
Klare Kante gegen Rechts

Lüdinghausen -

Zu ihrer Sommerkonferenz konnte die SPD Lüdinghausen zwei besondere Ehrengäste im Ausschusszimmer der Burg Lüdinghausen begrüßen: Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Hampel sowie der Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der SPD in Nordrhein-Westfalen, André Stinka, waren der Einladung gefolgt.

Montag, 13.06.2016, 21:06 Uhr

Prominent besetzt zeigte sich die Rednerliste der SPD-Sommerkonferenz mit NRW-Generalsekretär André Stinka (v.l.), Ortsvereinsvorsitzenden Niko Gernitz und dem Bundestagabgeordneten Ulrich Hampel.
Prominent besetzt zeigte sich die Rednerliste der SPD-Sommerkonferenz mit NRW-Generalsekretär André Stinka (v.l.), Ortsvereinsvorsitzenden Niko Gernitz und dem Bundestagabgeordneten Ulrich Hampel. Foto: awf

Ortsvereinsvorsitzender Niko Gernitz stellte in seiner Begrüßungsansprache fest: „Hier sind Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik gut vertreten.“ Danach konnten die Neumitglieder Pia Kollenberg, Deniz Kortendieck und Florian Gernitz ihr Parteibuch entgegennehmen. Im Anschluss ergriff Ulrich Hampel das Wort und ging in seiner Rede auf die aktuelle politische Situation auf Bundesebene und die Lage der Partei ein.

Hampel thematisierte die bisher erreichten politischen Ziele der SPD und die Position seiner Partei in der Koalition und stellte klar: „Wir, die SPD, sind der Fortschrittsmotor unseres Landes.“ Er forderte seine Parteigenossen auf „offensiv und selbstbewusst“ mit dem Erreichten umzugehen.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Position der SPD angesichts des Wiedererstarkens rechter Kräfte. Hampel hatte bereits in sozialen Netzwerken mit seiner Kampagne „MACHT LAUT!“ zum Widerstand gegen rechten Populismus aufgerufen und forderte auch von den rund 30 Anwesenden das Zeigen einer „klaren Kante “. Seiner Auffassung nach wünschen sich die Bürger eine starke SPD, die den „Kampf um die demokratische Mitte“ neu aufnehme.

André Stinka griff in seiner Rede auch unter dem Aspekt der kommenden Wahlen das Thema rechter Kräfte auf und forderte im Hinblick auf die AfD , die Partei nicht zu dämonisieren, sondern nach Angriffspunkten suchen. Er appellierte an die Genossen sich auf die kommenden Debatten vorzubereiten und charakterisierte die SPD als die „demokratischen Wächter dieses Landes“. Ein weiteres Thema war die Situation in Europa, wobei Stinka warnte: „Wenn wir die Idee aufgeben, wird Europa leiden.“ Er forderte die Genossen auf, „Zusammenarbeit und Toleranz mit Leben zu füllen“, und warnte vor den Alternativen. Stinka schlug schließlich den Bogen zur Landespolitik in NRW und ging dabei unter anderem auf die Bildungs- und Finanzsituation sowie das Problem von Kinder- und Altersarmut ein. Neben den beiden Reden stand auch die Wahl von zehn Delegierten an, die auf den Landtags- und Bundestagswahlkonferenzen über die Kandidaten abstimmen.

Als letzter Redner konzentrierte sich Niko Gernitz auf die kommunalpolitische Situation. Seine Themen waren unter anderem das Bildungs- und Kulturangebot, die Regionale, der Naturschutz sowie die Integration von Flüchtlingen. Gernitz stellte klar: „Es geht voran, und die SPD arbeitet mit daran: Konstruktiv und produktiv.“ Nach den Ansprachen hatten die Genossen Zeit, bei Kaffee und Kuchen, den Rednern Fragen zu stellen.

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