Feldbegehung auf dem Hof Heckmann in Emkum
Strip-Till für den Mais

Seppenrade -

Wie viel Dünger braucht der Mais? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Feldbegehung auf dem Hof Heckmann in der Bauerschaft Emkum am Mittwoch. Darüber wurden Bauern der landwirtschaftlichen Ortsverbände Seppenrade, Lüdinghausen und Olfen von Heiner Lörcks und Dr. Ludger Laurenz von der Landwirtschaftskammer NRW informiert.

Donnerstag, 30.06.2016, 06:06 Uhr

Düngung beim Maisanbau war das Thema der Landwirte aus Lüdinghausen, Seppenrade und Olfen, die sich gestern zur Feldbegehung auf dem Hof Heckmann in Emkum trafen. Referent war Heiner Lörcks (l.) von der Landwirtschaftskammer.
Düngung beim Maisanbau war das Thema der Landwirte aus Lüdinghausen, Seppenrade und Olfen, die sich gestern zur Feldbegehung auf dem Hof Heckmann in Emkum trafen. Referent war Heiner Lörcks (l.) von der Landwirtschaftskammer. Foto: wer

Landwirt Josef Heckmann düngt seine Maisfelder bereits seit fünf Jahren mit der Strip-Till-Methode. Dabei wird die Gülle nicht wie ansonsten üblich großflächig auf dem Acker ausgebracht, sondern in langen Streifen in einer Tiefe von etwa zwölf Zentimeter in den Boden gebracht. So befindet sich das Nährstoffdepot für die Maispflanze gezielt direkt unter dem Mais , dessen Wurzeln sich im Wachstum dem Güllestreifen nähern, erläuterte Heiner Lörcks das Verfahren.

Diese Art der Düngung habe gleich mehrere Vorteile, sagte Bernhard Brüse, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Olfen. Zum einen werde so der Dünger der Pflanze konzentriert zugeführt, sodass keine weitere Zukauf und Zufuhr von Mineraldünger nötig sei. Zum anderen entfalle durch die unterirdische Einbringung nahezu jegliche Geruchsbelästigung für die Umwelt. So werde nicht nur der Geldbeutel des Landwirts geschont, sondern auch die Umwelt, so Brüse.

Josef Heckmann hat gute Erfahrungen mit der Strip-Till-Methode gemacht, berichtete er seinen Berufskollegen. Zu Beginn habe er nur auf rund vier Hektar die Gülle in dieser Form ausgebracht, inzwischen sind es schon 25 Hektar. Eine Erhöhung der Erträge habe er zwar nicht feststellen können, so Heckmann, aber die Nährstoffe in der Gülle würden besser genutzt.

Auf den Heckmann-Flächen wurden am Mittwoch unterschiedliche Düngefenster in Augenschein genommen: mal Flächen mit herkömmlicher Düngung, mal nach dem Strip-Till-Verfahren, mal gänzlich ohne Gülle.

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