Reise in den Senegal
Eindrucksvolle Bilder

Lüdinghausen -

Drei Schülervertreter des St.-Antonius-Gymnasiums begleiteten die Senegalhilfe bei ihrer Arbeit auf dem afrikanischen Kontinent und brachten viele beeindruckende Erfahrungen mit.

Donnerstag, 30.06.2016, 19:06 Uhr

Absolut sehenswert war die Diashow, die Tobias Stegemann (links), Anna Gosmann und Christian Schur in der Aula des St. Antonius Gymnasium präsentierten.
Absolut sehenswert war die Diashow, die Tobias Stegemann (links), Anna Gosmann und Christian Schur in der Aula des St. Antonius Gymnasium präsentierten. Foto: timo

Ebenso emotional wie informativ war der Vortrag der Schülervertreter Anna Gosmann , Tobias Stegemann und Christian Schur, die am Dienstagabend in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums vor beinahe leeren Stühlen von nur spärlichem Publikum über ihre Reise in den Senegal berichteten. Mit ihrem Lehrer Ingo Gerling erlebten sie fünf Tage lang die Arbeit des Vereins „Hilfe für Senegal“. Während der fünf Tage reisten die Schüler zu Schulen und Krankenhäusern, die durch Spenden aus Deutschland unterstützt werden und zu solchen, die keine Spendenunterstützung haben. Sie besuchten eine katholische Messe, ein Waisenhaus, eine Privatschule, einen Schulrohbau, die „Handicap“ Behindertenwerkstatt, einen Wildpark und eine Schule für Gehörlose. Die drei trafen auf Europäische Studenten im Auslandsjahr, Straßenkinder in Not, Helfer des „Hilfe für Senegal e.V.“ vor Ort, wurden zur Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der vom Anton finanzierten Krankenstation „Touba Toul“ eingeladen und brachten Hilfsgüter wie Reis, Kleidung, Spielzeug, Medizin, Technische Geräte und sogar Rollstühle mit.

Die Schüler bringen bleibende Eindrücke mit nach Hause. „Die Menschen waren so offen und dankbar für jede noch so kleine Hilfe“, erinnerte sich Anna Gosmann, „wir wurden überall freundlich empfangen. Religiöse und kulturelle Unterschiede trennen die Leute dort nicht, sondern brachten uns oft erst zusammen.“ Es sei gut zu wissen, dass die Spendengelder an der richtigen Stelle landen.

Wo der Verein aktiv sei, seien Schulen und Krankenhäuser modern und die Lebensbedingungen stark verbessert. Mit wenig Geld lasse sich hier viel erreichen, berichteten die drei begeistert. Im Vergleich zum Senegal habe Deutschland gar keine Probleme. „Nach so einer Reise reflektiert man plötzlich sein eigenes Leben und merkt, wie gut es einem hier geht. Grade Trinkwaser- und Gesundheitsversorgung sind hier so viel besser“, fasste Christian zusammen. Aber auch andere Eindrücke bleiben hängen: „Der viele Müll an den Straßenrändern, auf den Müllhalden brennen Feuer in denen alles, auch Plastik verbrannt wird“, erinnert sich Tobias Stegemann. „Die Tiere in den Straßen und auf den Märkten sind abgemagert, Fleisch und Fisch liegen einfach in der Sonne“, fügte er hinzu.

Das Publikum zeigte sich beeindruckt. „Ihr wart mit offenen Augen im Senegal“, bestätigt ein Zuhörer, der selbst bereits dort war. Der stellvertretende Schulleiter, Jörg Schürmann, erklärte: „Unsere Schule ist motiviert, weiter zu machen, da sich die Hilfe lohnt. Und es ist wichtig, dass Jugendliche das machen. Junge Menschen können Botschafter sein.“

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