Burg Vischering
Aus Wendeltreppe wird Aufzug

Lüdinghausen -

Lange tat sich nicht viel auf Burg Vischering. Die Dauerausstellung zählt 20 Lenze. Junges Publikum wird weniger. Zeit für eine Frischzellenkur. Die kommt im Rahmen des Projektes „WasserBurgenWelt“ der Regionale.

Donnerstag, 07.07.2016, 09:07 Uhr

Hand in Hand: Vertreter vom Land, Kreis, der Stadt, dem LWL und der Bürgerschaft waren am Mittwoch beim Ersten Spatenstich dabei. Ab Montag kommen Handwerker in sechs Gewerken.
Hand in Hand: Vertreter vom Land, Kreis, der Stadt, dem LWL und der Bürgerschaft waren am Mittwoch beim Ersten Spatenstich dabei. Ab Montag kommen Handwerker in sechs Gewerken. Foto: Peter Sauer

Am Mittwoch war auf Burg Vischering erster Spatenstich für die Sanierung. Im Rahmen des Regionale-2016-Projektes „WasserBurgenWelt“. Mit Vertretern von Land, Kreis Coesfeld , der Stadt Lüdinghausen , dem LWL und der Bürgerschaft. Ab Montag arbeiten Handwerker und Ausstellungsmacher drinnen und draußen Hand in Hand. Und fleißig. Denn: Alles soll am 25. August 2017 fertig sein. Was genau, erläuterten die Macher im Veranstaltungsraum der Vorburg und im großen Saal der Burg, der bis auf den Kamin und eine Handvoll Lanzen schon komplett freigeräumt ist.

Simone Thiesing (Kreis Coesfeld) und Heinz-Helmut Steenweg (Stadt Lüdinghausen) erläuterten den aktuellen Sachstand der „WasserBurgenWelt“ und des Begleitprojektes „StadtLandschaft“. Demnach startet der Bau des Aufzuges in der Hauptburg (im bereits vorhanden Loch einer ehemaligen Wendeltreppe aus dem 19. Jahrhundert) am kommenden Montag. Das Dach wurde bereits saniert. Eine neue Haustechnik kommt. Fenster, Innenausbau und Ausstellungsaufbau folgen. Künftig wird auch das Torhaus miteinbezogen – für einen Souvenirshop und die Touristen-Info. Die Landschaft zwischen den Burgen und der Altstadt wird „entrümpelt“, Brücken über Stever und Peperlake schaffen neue Wege, neue Fußgängerquerungen sollen den Autoverkehr ausbremsen. Der Bus-Steig wird am Montag umgelegt.

Architekt Christoph Ellermann und Noel McCauley stellten weitere Details vor. 600 Jahre Geschichte der Burg vom 13. bis 19. Jahrhundert werden künftig modern und nachhaltig ausgestellt, im Obergeschoss wird der Schwerpunkt auf Bildung und Begegnung gelegt. An der südlichen Ostseite entsteht eine zweite Treppe, die Blicke auf die einzelnen Baubefunde bieten wird. Die ehemaligen Toiletten werden freigelegt, da sich dort verschüttete Schätze befinden. Eine Spiegelinstallation im Hof oder Geschichtsfenster in der Natur sollen für neue Einblicke sorgen.

Für Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr ist die Burgenlandschaft in Lüdinghausen „ein Rohdiamant“, der durch die Regionale „noch mehr strahlen“ werde. Bürgermeister Richard Borgmann verglich Vischering mit dem Märchencharme von Dornröschen. Karl Jasper vom NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr erwarte eine nachhaltige „touristische Performance“.

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