Stadt hat 25 Defibrillatoren für öffentliche Gebäude angeschafft
Leben retten kann jeder

Lüdinghausen -

Für ihre öffentlichen Gebäude hat die Stadt bislang 25 Defibrillatoren angeschafft. Es können durchaus mehr werden, sagt dazu Klaus Hesselmann. Der stellvertretende Wehrführer verweist auf die lebensrettende Funktion eines solchen Geräts, das etwa 1500 Euro kostet.

Freitag, 29.07.2016, 10:07 Uhr

Ein handliches Gerät: Klaus Hesselmann präsentiert einen der Defibrillatoren der Feuerwehr. Das grüne Schild mit dem weißen Herz weist auf einen „Defi“-Standort hin.
Ein handliches Gerät: Klaus Hesselmann präsentiert einen der Defibrillatoren der Feuerwehr. Das grüne Schild mit dem weißen Herz weist auf einen „Defi“-Standort hin. Foto: Anne Eckrodt

Im Vorbeigehen schenkt ihnen kaum jemand Beachtung, im Notfall aber können sie Leben retten. Die Rede ist von Defibrillatoren , auch kurz „Defi“ genannt. Jenen hand­taschen­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­großen Geräten, die in der Lage sind, durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder Vorhofflimmern zu stoppen. „Voraussetzung ist, dass der Defibrillator sofort eingesetzt wird“, macht Klaus Hesselmann , Brandschutztechniker der Stadt Lüdinghausen und stellvertretender Wehrführer , deutlich.

Voraussetzung ist, dass der Defibrillator sofort eingesetzt wird.

Klaus Hesselmann

Apropos Stadt: Die Kommune hat in den vergangenen zwei Jahren investiert und viele öffentliche Gebäude mit den Geräten ausgestattet, die großen wie das St.-Antonius-Gymnasium oder die Ostwallschule sogar mit mehreren. Insgesamt 25 Defibrillatoren, die jeweils rund 1500 Euro kosten, gibt es inzwischen in Schulen, Kindergärten, Rathaus und Co. „Herzinfarkt ist nach wie vor die Todesursache Nummer eins. Daher wäre es wünschenswert, wenn nicht nur in öffentlichen Gebäuden, sondern überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten, Defibrillatoren vorhanden wären“, macht Hesselmann deutlich. So gebe es die handlichen Lebensretter in Lüdinghausen unter anderem auch im Finanzamt, in der Polizeiwache sowie in den Kirchen. „Es dürfen aber gerne noch mehr werden“, betont der hauptamtliche Mitarbeiter der Feuerwehr .

Es dürfen aber gerne noch mehr werden.

Klaus Hesselmann

Bislang musste noch keiner der „Defis“ zum Einsatz kommen – „Gott sei Dank“, sagt Hesselmann. Doch selbst wenn der Ernstfall eintreten sollte, muss niemand Angst vor der Bedienung des Gerätes haben. Hesselmann: „Der Ersthelfer muss nur erkennen, ob die Person noch ansprechbar ist. Nur wenn das nicht der Fall ist, wird der Defibrillator eingesetzt. Per Knopfdruck eingeschaltet, sagt er Schritt für Schritt, was zu tun ist. Der Ersthelfer muss also nur den Anweisungen folgen. Falsch machen, kann man nichts.“ Dabei lautet die erste Anweisung immer, den Rettungsdienst unter 112 zu rufen.

Wer den Einsatz eines „Defis“ einmal üben möchte: Es gibt Trainingsgeräte, die zum Beispiel in Erst-Helfer-Kursen zum Einsatz kommen. Hesselmann: „Dadurch lässt sich auch die Hemmschwelle, im Notfall zu helfen, abbauen. Denn jeder kann Leben retten.“

► Marienschule Seppenrade: Eingangsbereich/Aula und Turnhalle (Leitungsraum)

► Ludgerischule: Aula nahe Eingang Lehrerzimmer

► Hauptschule: Lehrerzimmerbereich gegenüber Sanitätsraum und Turnhalle (Garage beim Erste-Hilfe-Kasten)

► Realschule: Wand nahe Hausmeisterraum und Turnhalle (Sanitätsraum)

► Ostwallschule: Eingang (nahe Lehrerzimmer), Turnhalle (am Erste-Hilfe-Kasten) und Offene Ganztagsschule (am Erste-Hilfe-Kasten)

► St.-Antonius-Gymnasium: Wand Eingang Lehrerzimmer (Altbau), Aufenthaltsraum Erdgeschoss (Neubau) und Turnhalle (Sanitätsraum)

► Rathaus: Haupteingänge Neu- und Altbau

► Burg Lüdinghausen: Haupteingang

► Bauhaus: erstes Obergeschoss (VHS)

► Kindergarten Tüllinghoff: Küche

► Kindergarten Emkum: Raum am Erste-Hilfe-Kasten

► Sportplatz Seppenrade: Raum Erste-Hilfe-Kasten

►  Sportplatz Lüdinghausen: Raum Erste-Hilfe-Kasten

► Feuerwehr Lüdinghausen: Fahrzeug Mannschaftswagen

► Feuerwehr Seppenrade: Fahrzeug

► Hüwelgemeinschaft: Heimathaus

► Jugendzentrum Exil: Lagerraum

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