Platz schaffen für den Aufzug
Wasserspiegel der Gräfte von Burg Vischering um 60 Zentimeter abgesenkt

Lüdinghausen -

Ebbe in der Gräfte der Burg Vischering – das ist in den vergangenen Tagen vielen Spaziergängern rund um das historische Gemäuer aufgefallen. Dass dafür allerdings kein Leck im Burggraben verantwortlich ist, bestätigte Josef Wolber. Der Fachdienstkoordinator Gebäudemanagement beim Kreis Coesfeld lieferte die Erklärung für den gesunkenen Wasserstand gleich mit: „Der Wasserpegel wurde um rund 60 Zentimeter abgesenkt. Das hat mit dem Einbau eines Aufzugs in der Burg zu tun.“ Dafür, so Wolber, müsse eine sogenannte Unterfahrt im Sockelgeschoss angelegt werden. Und die befinde sich unterhalb des Grundwasserspiegels.

Samstag, 06.08.2016, 14:08 Uhr

Um rund 60 Zentimeter ist der Wasserspiegel in der Gräfte der Burg Vischering abgesenkt. Im Sockelgeschoss wird eine Unterfahrt für einen Aufzug installiert. Die dunklen Ränder am Mauerwerk dokumentieren den abgesenkten Wasserpegel.
Um rund 60 Zentimeter ist der Wasserspiegel in der Gräfte der Burg Vischering abgesenkt. Im Sockelgeschoss wird eine Unterfahrt für einen Aufzug installiert. Die dunklen Ränder am Mauerwerk dokumentieren den abgesenkten Wasserpegel. Foto: wer

„Konstruktiv besteht für die Burg dabei kein Risiko“, erklärte der Fachmann. Die Eichenholzpfähle, die die Burg seit Jahrhunderten tragen, würden weiter komplett von Wasser überspült sein. Zudem sei bereits bei Sanierungsarbeiten in den Jahren 1927 bis 1929 die Standfestigkeit der Burg durch eine Stahlbetonarmierung als Ringanker gesichert worden. „Die Burg drohte nach außen zu wandern“, sagte Wolber . „Das war damals eine ingenieurmäßige Meisterleistung. Das Ganze ist noch bis heute standsicher.“

Die tragenden Säulen der Burg – die Eichenpfähle – dürften in keinem Fall der Luft ausgesetzt werden. Denn sonst würde ein Fäulnisprozess einsetzen. Die Holzfundamente, so Wolber, lägen auch jetzt noch 1,50 Meter unter dem Wasserspiegel .

Die Absenkung in der Gräfte sei auf zwei bis drei Wochen angelegt. Der Beton der im Sockelgeschoss installierten Unterfahrt müsse abbinden und trocknen. Das dauere nach der Fertigstellung noch einmal rund acht Tage, beschrieb Wolber den Prozess.

Der Einbau des Aufzuges geschieht im Rahmen der Komplettsanierung und des Umbaus der Burg Vischering im Rahmen des Regionale-Projekts „WasserBurgenWelt“. Das darin untergebrachte Museum soll nach seiner Fertigstellung absolut barrierefrei erreichbar sein. Derzeit ist die Hauptburg nicht zugänglich.

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