Schulung für Ehrenamtliche
Hilfe für die vielen Helfer

Lüdinghausen -

Wie gehe ich mit Menschen anderer Kulturen und Religionen um? Wo sind die Stolpersteine und wie kann ich sie umgehen? Vier Fachveranstaltungen bietet jetzt die Familienbildungsstätte Lüdinghausen in Zusammenarbeit mit dem SKF und dem Arbeitskreis Asyl allen Interessierten an, die sich in der Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich engagieren.

Mittwoch, 24.08.2016, 12:08 Uhr

Frauenpower pur: Sabine Schröder vom Sozialdienst Katholischer Frauen, Nahed Hassan vom Arbeitskreis Asyl und Angelika Gründken von der Familienbildungsstätte (v.l.) präsentierten das neue Schulungsangebot für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer.
Frauenpower pur: Sabine Schröder vom Sozialdienst Katholischer Frauen, Nahed Hassan vom Arbeitskreis Asyl und Angelika Gründken von der Familienbildungsstätte (v.l.) präsentierten das neue Schulungsangebot für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer. Foto: ben

Mit Beginn der großen Flüchtlingswelle im vergangenen Jahr haben sich auch in Lüdinghausen und den benachbarten Städten und Gemeinden zahllose Freiwillige in die ehrenamtliche Betreuung von Asylsuchenden gestürzt. Oft zwar mit großem Enthusiasmus, dafür aber mit eher kleinem fachlichen Rüstzeug.

„Da gibt es schon immer mal wieder Situationen, in denen sich der ein oder andere Ehrenamtliche überfordert fühlen kann“, weiß Sabine Schröder vom Sozialdienst Katholischer Frauen ( SKF ) in Lüdinghausen. Sie ist beim SKF für das Themenfeld Integration und Migration verantwortlich und Ansprechpartnerin für viele dieser ehrenamtlichen Kräfte im Südkreis Coesfeld. Mal seien es rechtliche Fragen, mal Missverständnisse aufgrund kultureller Unterschiede, mal auch Unsicherheiten im Umgang mit den traumatischen Erlebnissen, die viele Flüchtlinge in ihrer Heimat oder auf der Flucht erlitten haben, die die Ehrenamtlichen vor Probleme stellen oder an ihre Grenzen bringen.

Da gibt es schon immer mal wieder Situationen, in denen sich der ein oder andere Ehrenamtliche überfordert fühlen kann.

Sabine Schröder vom SKF

Damit diese sich nicht alleine gelassen fühlen und am Ende das Handtuch werfen, haben der SKF gemeinsam mit der Familienbildungsstätte (Fbs) und dem hiesigen Arbeitskreis Asyl im Rahmen des neuen Fbs-Jahresprogramms, das am Dienstag vorgestellt wurde (siehe Kasten), ein Veranstaltungspaket geschnürt. In dem sollen genau diese Themenfelder angegangen werden.

„Wir bieten an vier verschiedenen Terminen – von September bis Mai – kostenfreie Informationsveranstaltungen mit qualifizierten Referenten an“, erzählt Angelika Gründken, pädagogische Fachkraft bei der Fbs. Bei der Veranstaltung zum Thema Traumata am 29. September habe man zum Beispiel mit Prof. Dr. Gereon Heuft von der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie in Münster einen renommierten Fachmann gewinnen können. „Dabei ist uns wichtig, dass es bei allen Terminen auch Zeit für den Dialog geben wird“, betont Schröder. Es werde in jedem Fall die Möglichkeit geben, Fragen an die Referenten zu stellen. Die drei weiteren Termine beschäftigen sich mit den Themen „Asylrecht bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ (12. September), „Interkulturelle Kompetenz“ (4. Februar) sowie „Interreligiöse Begegnung im Alltag“ (6. Mai).

Zum Thema

Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich bei der Fbs Lüdinghausen, Mühlenstraße 29, ✆ 0 25 91/98 90 90, E-Mail: fbs-luedinghausen@bistum-muenster.de.

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Neues Programm der Fbs

In diesem Jahr legt die Familienbildungsstätte (Fbs) Lüdinghausen nach fünf Jahren erstmalig ihr neues Programm wieder dem Schuljahr entsprechend auf. „Wir machen Angebote für Familien. Und Familien leben und planen nun mal nach dem Schuljahr“, begründet Angelika Gründen von der Fbs diese Rückkehr. Mit insgesamt 627 Kursen und Veranstaltungen in den Bereichen Partnerschaft und Familie, Mensch und Gesellschaft, Gesundheit und Lebensstil, Qualifizierung in Beruf und Ehrenamt sowie Kultur und Kreativität liegt das Angebot nur knapp unter dem des Vorjahres (627). Das komplette Jahresprogramm der Fbs liegt an den bekannten Stellen (Kreditinstituten, Pfarrgemeinden, Büchereien) kostenlos aus und ist auch im Internet abrufbar.  -ben- 

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