„Westfälisches Kabarettdoppel“
Situationskomik par excellence

Lüdinghausen -

Gelungene Premiere: Die „Freunde der Kleinkunst“ (FKK) hatten am Samstag und Sonntag erstmals zum „Westfälischen Kabarettdoppel“ auf die Burg Vischering und die Burg Lüdinghausen geladen. „Storno“ und die „Bullemänner“ sorgten für wahre Zwerchfellerschütterungen.

Montag, 29.08.2016, 06:08 Uhr

Alleine die Mimik ist schon eine Schau für sich: Sowohl Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther von „Storno“ (oben) als auch Augustin Upmann und Heinz Weißenberg von den „Bullemännern“ (kl. Bilder) sorgten beim Publikum für Zwerchfellerschütterungen.  Foto: Axel Engels
Alleine die Mimik ist schon eine Schau für sich: Sowohl Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther von „Storno“ (oben) als auch Augustin Upmann und Heinz Weißenberg von den „Bullemännern“ (kl. Bilder) sorgten beim Publikum für Zwerchfellerschütterungen.  Foto: Axel Engels

Das ganze Wochenende im Zeichen der großen und kleinen Politik – so etwas wie das „Westfälische Kabarettdoppel “ auf der Burg Vischering und der Burg Lüdinghausen hat es wohl in der gesamten bunten Republik noch nicht gegeben. Gleich vier ausverkaufte Reisen in die Niederungen des politischen Wahnsinns boten Harald Funke , Thomas Philipzen und Jochen Rüther von „Storno“ sowie Augustin Upmann und Heinz Weißenberg mit ihrer Tastenfachkraft Svetlana Svoroba von den „Bullemännern“.

Umtriebige Wortakrobaten

Die ehrwürdigen Burgen wurden gleichsam vom Lachen des begeisterten Publikums in ihren Grundmauern erschüttert. Während die drei umtriebigen Wortakrobaten von Storno die Burg Vischering unsicher machten, verstreuten die Bullemänner auf der Burg Lüdinghausen ihre mit Lokalkolorit durchtränkten Lebensweisheiten.

Westfälisches Kabarettdoppel in Lüdinghausen

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  • Beim "Westfälischen Kabarettdoppel" auf der Burg Vischering und der Burg Lüdinghausen waren Zwerchfellerschütterungen garantiert. Dafür sorgten die Akteure von "Storno" und den "Bullemännern".

    Foto: Axel Engels
  • Beim "Westfälischen Kabarettdoppel" auf der Burg Vischering und der Burg Lüdinghausen waren Zwerchfellerschütterungen garantiert. Dafür sorgten die Akteure von "Storno" und den "Bullemännern".

    Foto: Axel Engels
  • Beim "Westfälischen Kabarettdoppel" auf der Burg Vischering und der Burg Lüdinghausen waren Zwerchfellerschütterungen garantiert. Dafür sorgten die Akteure von "Storno" und den "Bullemännern".

    Foto: Axel Engels
  • Beim "Westfälischen Kabarettdoppel" auf der Burg Vischering und der Burg Lüdinghausen waren Zwerchfellerschütterungen garantiert. Dafür sorgten die Akteure von "Storno" und den "Bullemännern". Im Folgenden weitere Impressionen der Veranstaltung.

    Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels
  • Zwerchfellerschütterungen waren garantiert bei den Auftritten von „Storno“ und den „Bullemännern“. Foto: Axel Engels

Funke, Philipzen und Rüther liefen gleichsam zur sportlichen Höchstform auf, ließen sogar die Olympiade in Rio bei den hochsommerlichen Temperaturen in einem ganz anderen Licht erscheinen. Wenn sie sich über das Doping der Athleten ausließen, dann war ihr bitterböser schwarzer Humor einfach köstlich unterhaltsam. Was sie mit der altbekannten Melodie aus „Pippi Langstrumpf“ anstellten, riss jeden Besucher im Vorhof der Burg mit. Von der Integration ging es nahtlos zum Bildungsrap, bei dem die drei Künstler ihre musikalischen Qualitäten ganz ausspielen konnten. Mit ihrem kabarettistischen Seziermesser zerlegten sie die AFD, ging es über Altmeier auch der SPD an den Kragen. Wen Storno im Visier hatte, den ließen sie die geballte Kraft ihrer Kunstfertigkeit spüren. Sie stocherten genüsslich in den Wunden, die sie wortgewandt geschlagen hatten.

Bundesjugendspiele

Auch wenn Funke nicht der durchtrainierteste Sportler auf der Welt ist, so waren doch die Schilderungen der Bundesjugendspiele nach einer Wetterüberleitung beste Kleinkunst in großem Gewande. Ob im perfekten dreistimmigen Gesang oder rein sprachlich, die drei Künstler warfen sich die Angriffspunkte auf ihre Opfer virtuos zu und ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

Nach einem kurzen Spaziergang im Fackelschein, unterlegt mit feinen Bläserklängen zweier Formationen der Musikschule, hatte das Publikum dann die Burg gewechselt. Und es ging in der lauen Sommernacht mit Esprit und Leidenschaft weiter. Denn auch die Bullemänner hatten für diesen Abend ganz besondere Köstlichkeiten aus der Schatzkiste ihres Repertoires hervorgezaubert. Zwischen Treckern und den wohl kultivierten Feldern hat das Leben nach ihnen unbegrenzten Stoff für die irrsinnigsten Geschichten hinterlassen. In den Ställen entdeckten sie die im Zeitalter der veganen Ernährung gleich Senioren gehaltenen Nutztiere, die in ausgeprägter Depression über ihre großen und kleinen Zipperlein klagten. Auf solch einen Irrsinn muss man erst einmal kommen, das schaffen eben nur die als Huhn, Schwein und Kuh agierenden Ethnokabarettisten.

Dorfidylle

Upmann begrüßte den Rezensenten erst einmal persönlich, wollte ihm die Huldigungen der eigenen Person sogar in den Schreibblock diktieren. So etwas fällt eben nur den Bullemännern ein, die nutzen ganz spontan jede sich ergebende Gelegenheit, um ihrer Situationskomik freien Lauf zu lassen.

Dorfidylle pur verströmten sie mit ihrer Version des Jazzklassikers „Besame mucho“. Sie hatten das Faultier zum neuen Vertreter westfälischer Athleten bei der Olympiade erkoren. Sogar tänzerische Qualitäten zeigten sich bei Upmann und Weißenberg, schließlich sind diverse Tänze ja auf die Bewegungen der urwüchsigen Westfalen zurückzuführen. Ob nun Heini mit dem Tod rang oder der Großmäster Chicken Hubert sein auf „Shades of Grey“ gedichtetes „Hähnchenlied“ zum Besten gab – die Begeisterung des Publikums kannte keine Grenzen mehr. Natürlich durfte an diesem Abend das „Westfalenlied“ als heimliche Hymne einer ganzen Region nicht fehlen. Als Präsent gab es einen Aufkleber mit dem Faultier als Wappen verziert, dann erkennt jeder den Westfalen schon von weitem. 

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