Projektwoche Miteinander
Der gemeinsame Weg ist noch lang

Lüdinghausen -

Die Projektwoche der Schulen und Jugendeinrichtungen ist mit einer besonderen Stadtführung zu Ende gegangen.

Freitag, 23.09.2016, 21:09 Uhr

Mit Stadtführer Dietmar Vogt waren diese Kinder und Jugendlichen unterwegs.
Mit Stadtführer Dietmar Vogt waren diese Kinder und Jugendlichen unterwegs. Foto: bl

Kinder, Jugendliche und Erwachsene – Flüchtlinge, Migranten und hier Geborene – machten sich am Freitagmorgen zum Abschluss der Projektwoche „Miteinander“ auf zu einer Stadtführung durch Lüdinghausen . Pastoralreferent Michael Kertelge und die Sozialarbeiterin Lioba Sivalingam hatten die Idee zu diesem Angebot.

Vor allen waren es Flüchtlingskinder, die teilnahmen. Am Hakehaus kamen alle um 11 Uhr zusammen. Dort wurden sie – je nach Muttersprache – in verschiedene Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe bildeten deutsche Schülerinnen vom St.-Antonius-Gymnasium und Jungen und Mädchen, elf oder zwölf Jahre alt, die nach wenigen Monaten in Deutschland die hiesige Sprache schon so gut beherrschen, dass sie sich allein mit Stadtführer Dietmar Vogt und ganz ohne Dolmetscher auf den Weg machten.

Doch so ganz unproblematisch verlief diese Führung nicht, der gemeinsame Weg ist noch lang: Als Vogt mit den Schülern an der Burg Lüdinghausen ankam und mit ihnen hineinging, blieben zwei Jungen und ein Mädchen draußen vor der Treppe stehen. Sie waren überzeugt, dass die Burg eine Kirche ist und sie als Muslime diese nicht betreten dürften. Dass die Burg gar keine Kirche ist und selbst wenn sie es wäre, in Deutschland alle Menschen – egal welcher Religion sie angehören, mit und ohne Kopftuch – Kirchen betreten dürfen, glaubten oder verstanden sie nicht.

Neben Dietmar Vogt waren unter anderen Hans Witt und Franziska Ritter sowie Kathrin Hantel, Lehrerin am Gymnasium Canisianum, im Einsatz.

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