Esther Bejarano mit Band „Microphone Mafia“ im Anton
Gegen das Vergessen und für Toleranz

Lüdinghausen -

Esther Bejarano, die letzte Überlebens des Mädchenorchesters im KZ Auschwitz, tritt am 3. März in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums auf. Sie will ein Zeichen gegen das Vergessen und für Toleranz setzen.

Dienstag, 17.01.2017, 09:01 Uhr

Gemeinsam für Toleranz und gegen das Vergessen (v.l.): Jörg Schürmann (Anton), Benedikt Wentrup, Markus Stollmeier (Steverbett Hotel) Melanie Mötsch (VHS), Daniela Stollmeier, Pascal Wewers (Sparkasse Westmünsterland) und Markus Kleymann (FKK).
Gemeinsam für Toleranz und gegen das Vergessen (v.l.): Jörg Schürmann (Anton), Benedikt Wentrup, Markus Stollmeier (Steverbett Hotel) Melanie Mötsch (VHS), Daniela Stollmeier, Pascal Wewers (Sparkasse Westmünsterland) und Markus Kleymann (FKK). Foto: ben

1996 hat Benedikt Wentrup sein Abitur am St.-Antonius-Gymnasium gebaut. 20 Jahre später nimmt er an einer Führung durch seine alte „Penne“ teil. Die wird geleitet vom stellvertretenden Schulleiter Jörg Schürmann. Die beiden kommen ins Gespräch und am Ende kommt eine Veranstaltungsidee heraus, von der sich nicht nur die Schulleitung, sondern noch viele andere Unterstützer begeistern lassen. Am 3. März (Freitag) wird die letzte bekannte Überlebende des Mädchenorchesters Ausschwitz, Esther Bejarano , gemeinsam mit der Hip-Hop-Band „Microphone Mafia“ einen Abend gegen das Vergessen gestalten. Bejarano engagiert sich, wie viele andere Überlebende der NS-Gräuel, seit vielen Jahren gegen das Vergessen – immer mit einem klaren Bekenntnis zu Freiheit, Toleranz und dem friedlichen Miteinander aller Religionen. Besonders die jungen Menschen hat sie dabei im Fokus. Nicht zufällig werden an dem Abend Vertreter dreier Religionen und dreier Generationen gemeinsam auf der Bühne stehen.

„Die Lesung von Esther Bejarano war mehr als ergreifend, das anschließende Konzert absolut beeindruckend“, schildert Wentrup sein ganz persönliches Erlebnis, als er vor zwei Jahren die Veranstaltung in Nordkirchen besuchte. „Ich dachte, das wäre doch sicher auch hier gut aufgehoben“, so Wentrup.

„Eine Kultur des Erinnerns pflegen und engagiert für Toleranz kämpfen – das passt zum Selbstverständnis unserer Schule“, bestätigt Schürmann. Doch die richtigen Ideale reichten bei einer solchen Veranstaltung allein nicht aus. „So etwas muss auch finanziell gestemmt werden.“ Darum hat sich das Anton mit den Freunden der Kleinkunst, der Sparkasse Westmünsterland, dem Rotary Club, der VHS sowie dem Steverbett Hotel starke Partner ins Boot geholt. „Nur so können wir den niedrigen Ticketpreis von fünf Euro ermöglichen“, freut sich Schürmann.

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Die Karten für den außergewöhnlichen Konzertabend gibt es ab sofort zum Preis von fünf Euro bei der VHS, im Hotel Steverbett und im St.-Antonius-Gymnasium. Der Einlass in die Aula des Anton am 3. März (Freitag) ist ab 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr.

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