Fraktionssprecher zum Kino-Projekt
„Entscheidung fällt am 21. Februar“

Lüdinghausen -

Dass das Kino in Lüdinghausen kommt, davon gehen die Sprecher der im Rat vertretenen Parteien nach der Vorstellung der beiden Investorengruppen aus. Doch welche Variante zum tragen kommt, da besteht Ungewissheit. Die Entscheidung wird am 21. Februar im Stadtrat fallen.

Samstag, 28.01.2017, 09:01 Uhr

Die Vorstellung der beiden Investoren für das Kino-Projekt lockte über 30 Lüdinghauser in den Kapitelsaal.
Die Vorstellung der beiden Investoren für das Kino-Projekt lockte über 30 Lüdinghauser in den Kapitelsaal. Foto: Anne Eckrodt

„In der Ratssitzung am 21. Februar wird eine Entscheidung fallen, welches Kino-Projekt umgesetzt wird“, ist sich Bernhard Möllmann sicher. Denn: „Die Investoren haben einen Anspruch auf Gewissheit“, erklärte der CDU-Fraktionssprecher am Freitag auf WN-Nachfrage. In der Rückschau auf die Präsentation der Vertreter von Apollon Immobilien GmbH und der Assmann/Lorenz-Gruppe in der Ratssitzung am Donnerstagabend zeigte er sich von beiden Entwürfen beeindruckt. In der Fraktion sei „die Meinungsbildung nicht komplett abgeschlossen“, betonte er, denn beide Pläne hätten ihre Vorteile.

Die Investoren haben einen Anspruch auf Gewissheit.

Bernhard Möllmann (CDU-Fraktionssprecher)

Kritisch sieht dagegen Eckart Grundmann eine Entscheidungsfindung schon im Februar. Ihm fehlten dazu noch wichtige Fakten, erklärte er. Die beiden Entwürfe sind aus seiner Sicht „interessant und bieten Vor- wie auch Nachteile“. Das Apollon-Konzept sei nicht so massiv in seiner Bauweise, das Assmann/Lorenz-Objekt gefalle mit einer Tiefgarage sowie einem Angebot an Wohnungen. Die fünf einzeln angeordneten Kino-Säle bei Apollon betrachte er allerdings als „Hochbunker“, so Grundmann.

Da muss ich erst noch mal auf die Wiese gehen, um mir die Dimensionen vor Augen zu führen.

Gregor Schäfer (FDP-Fraktionssprecher)

FDP-Sprecher Gregor Schäfer schätzt an beiden Planungen deren „völlige Unterschiedlichkeit“. Für eine endgültige Entscheidung, wem er den Vorzug geben werde, sagte er: „Da muss ich erst noch mal auf die Wiese gehen, um mir die Dimensionen vor Augen zu führen.“ Ein Kindergarten auf dem Rewe-Dach sei aus seiner Sicht durchaus vorstellbar. Der Beschluss, wessen Idee umgesetzt wird, sollte am 21. Februar getroffen werden.

Für UWG-Fraktionssprecher Markus Kehl hat sich am Donnerstag bereits ein Favorit herauskristallisiert: „Nach Abwägung aller Gesichtspunkte“ komme für ihn ein Kindergarten auf dem Rewe-Dach nicht infrage. Eine Wohnbebauung, wie bei Assmann/Lorenz hält er für „zielführender“. Auch das Kino sei in deren „komplexem Baukörper“ besser untergebracht.

Ich bin froh, dass wir zwei Angebote von solcher Qualität bekommen haben.

Michael Spiekermann-Blankertz (SPD-Fraktionssprecher)

„Ich bin froh, dass wir zwei Angebote von solcher Qualität bekommen haben“, freute sich SPD-Fraktionssprecher Michael Spiekermann-Blankertz. Zwischen beiden lägen Welten, aber das mache gerade den Reiz aus. Es werde nicht leicht, eine einmütige Entscheidung zu finden. Aber: „Wer ein Kino haben will, muss auch mit Auswirkungen auf die Innenstadt leben.“ Ein Supermarkt an dieser Stelle sei „stimmig“.

Bürgermeister Richard Borgmann sieht es als gutes Zeichen, dass sich der Rat intensiv mit den Entwürfen beschäftigt hat. Das zeige, welche Bedeutung dem Projekt für die Stadt beigemessen werde. Er ist überzeugt, dass durch die Ansiedlung die Innenstadt gestärkt und die Attraktivität auch für auswärtige Besucher gesteigert werde. Zweifel daran, könne er nicht nachvollziehen. „Glücklich“ sei er, dass gleich zwei Investoren ihr Interesse bekundet hätten.

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