Sekundarschul-Erweiterung
Diese Planung passt

Lüdinghausen -

Die Sekundarschule wächst und wächst. Dafür braucht sie Platz. Am Donnerstagabend stellte Architekt Frank Lohse die Pläne seines Büros für eine Erweitung und Sanierung der bestehenden Gebäudeteile in einer gemeinsamen Sitzung des Schul- und des Bauausschusses vor.

Samstag, 04.02.2017, 11:02 Uhr

So könnte der Eingangsbereich der Sekundarschule nach der Sanierung aussehen.
So könnte der Eingangsbereich der Sekundarschule nach der Sanierung aussehen. Foto: Grafik: Lindner Lohse Architekten BDA

Die Sekundarschule wächst. Bis zum Schuljahr 2020/21, wenn die Haupt- und Realschule auslaufen, wird die Zahl der Schüler auf 750 bis 800 steigen. Die Einrichtung an der Tüllinghofer Straße festigt ihre Fünfzügigkeit. Und dafür ist Platz erforderlich.

Der ist jedoch nicht dauerhaft ohne Sanierung der bestehenden drei Gebäude von Haupt-, Real- und Sekundarschule plus Neubau einer Zweifachsporthalle mit aufgesattelten Fachräumen zu schaffen. Das hatte Frank Lohse und Wibke Evert vom Architekturbüro Lindner-Lohse ( Dortmund ) bereits Ende Oktober 2016 gegenüber dem Schulausschuss deutlich gemacht. Am Donnerstag stellten sie ihre Pläne in der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Schulausschuss noch einmal vor.

Unser Büro würde sich dem Architekturkonzept anschließen.

Ulrike Lexis

Ulrike Lexis vom Beratungsbüro Dr. Garbe und Lexis (Gütersloh) hatte die Raumkonzeption der Architekten zwischenzeitlich geprüft. „Ich halte sie für absolut angemessen. Daher würde sich unser Büro dem Architekturkonzept anschließen“, machte Lexis am Donnerstagabend gegenüber den Kommunalpolitikern deutlich.

Neubau einer Sporthalle

Im Gegensatz zur Sitzung im Oktober, als sich die Stadtverwaltung bei der Kostenfrage keine Zahlen entlocken ließ, ist nun zumindest eine grobe Richtung klar: Der Neubau der Sporthalle, die dreifach teilbar sein soll, sowie die darin geplanten Fachräume plus Außenanlagen sind mit rund 8,9 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen noch die Sanierungskosten für die bestehenden Gebäude und die Architektenhonorare. „Mit welchen Sanierungskosten rechnen Sie denn?“, wollte Anke Austrup ( CDU ) von Lohse wissen. „Hier eine grobe Schätzung abzugeben, wäre fatal“, meinte der Architekt. Sein Büro gehe vielmehr hin und unterteile die Gesamtfläche von rund 12 000 Quadratmetern in 500 Quadratmeter große Abschnitte. Lohse: „Die nehmen wir dann unter die Lupe und schauen, was saniert werden muss.“

Zeitplan

Zum Zeitplan nannte er Herbst 2017 als möglichen Start für den Bau der Sporthalle. Im Bestand der drei Schulgebäude soll es hingegen frühestens in einem Jahr losgehen. Klar ist, dass die alte Turnhalle für den Neubau weichen muss. „Wir werden mit den Vereinen sprechen, um Übergangslösungen für die Bauphase hinzubekommen“, kündigte Bürgermeister Richard Borgmann an.

Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Fraktionen, der Schulleitung, der Architekten sowie der Stadtverwaltung soll nun im Zuge einer Begehung der Gebäude die Ausbau- und Sanierungsstandards festlegen. Im nichtöffentlichen Sitzungsteil wurde das Büro Lindner-Lohse mit der nächsten Planungsphase beauftragt, wie Borgmann auf Anfrage mitteilte.

Ein Teil der Kosten soll über Fördermittel des Landes gedeckt werden. Denn die beiden Ausschüsse haben am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, dass die 1,54 Millionen Euro, die die Stadt Lüdinghausen aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ bekommt, komplett in die Sekundarschule fließen.

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