Investoren haben ihre Pläne für Kino-Projekt überarbeitet
Rat entscheidet nichtöffentlich

Lüdinghausen -

Der Wettlauf um das Kino-Projekt geht in die Zielgerade. In der Ratssitzung am kommenden Dienstag werden der Politik die überarbeiteten Entwürfe der beiden Investoren vorgestellt. Dann wird entschieden.

Mittwoch, 15.02.2017, 09:02 Uhr

 
  Foto: Büro Lorenz/Assmann

Bis Ende vergangener Woche hatten die beiden Investorengruppen Zeit, ihre Konzepte für das geplante Kino-Projekt auf dem Areal an der Konrad-Adenauer-Straße neben dem Textilhaus Bruno Kleine zu überarbeiten. Und sowohl die Apollon Immobilien GmbH aus Lüdinghausen sowie das Dortmunder Planungs- und Architekturbüro Assmann gemeinsam mit dem Bauunternehmen Lorenz (Waltrop) haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Das geht aus den Vorlagen für die Ratssitzung am Dienstag (21. Februar) hervor. Dort steht das Thema sowohl im öffentlichen als auch im nichtöffentlichen Teil auf der Tagesordnung.

„Wir können auch Kindergarten“, hatte in der Ratssitzung vom 26. Januar bei der Vorstellung des Kino-Projekts Ulrich Tillmann für die Assmann/Lorenz-Gruppe angekündigt. Und das sei jetzt auch umgesetzt worden, erklärte Frank Lorenz, Geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Gebrüder Lorenz, am Dienstag auf WN-Nachfrage.

Die entsprechende Planungsvariante wird dem Rat in seiner Sitzung am Dienstag präsentiert. Der Kindergarten werde im ersten Obergeschoss der Anlage angesiedelt und könne – wie der Apollon-Entwurf – fünf Gruppen aufnehmen, so Lorenz. Selbstverständlich sei dafür auch ein Außenspielbereich für die Kinder geplant. Von den im ursprünglichen Entwurf vorgesehenen 28 bleiben dann noch acht Wohneinheiten übrig.

Wir haben in unserem Angebot beim Kaufpreis für das Grundstück noch einmal angezogen.

Frank Lorenz

In Sachen Kino erklärte der Bauunternehmer, dass es gegenüber der Assmann/Lorenz-Gruppe ernsthafte Absichtserklärungen von drei möglichen Betreibern gebe. Dazu gehöre die K-Motion in Hamburg, mit der auch Apollon in Kontakt sei. „Wir haben mit denen gesprochen“, sagte Lorenz. Deren Geschäftsführung habe bestätigt, dass K-Motion in jedem Fall nach Lüdinghausen kommen wolle – „egal mit welchem Investor“. Zugleich bestätigte Lorenz: „Wir haben in unserem Angebot beim Kaufpreis für das Grundstück noch einmal angezogen.“

Die Apollon Immobilien GmbH ist im Kern bei ihrer Planung mit fünf Kinosälen, einem Rewe-Markt sowie einem Kindergarten im ersten Stock des Gebäudekomplexes geblieben. „Dabei spielt der freistehende Kino-Neubau nach wie vor als Bereicherung des kulturellen Angebotes eine ganz wesentliche Rolle des Gesamtkonzeptes“, machte Apollon-Architekt Axel Rüdiger gegenüber den WN deutlich. Er hat die Kinofassaden überarbeitet und mit hellen, kalksteinfarbenen Ziegelsteinen in Kombination mit weißen Putz- und Glasflächen für die Foyerzugänge sowie die zweigeschossige Halle versehen. Letztere verbindet die fünf Säle über eine Freitreppe und Galerien. Außerdem wurden die Pläne für die Grünanlagen weiterentwickelt. Und es ist eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer entlang der Südgrenze zum Bekleidungshaus Bruno Kleine als Quartiersanbindung des Stadtfeld-Wohngebietes an die Innenstadt vorgesehen. „Eine Verbindung, die auch die neue Kita erschließen soll und frei wäre von derzeitigen Querungen über Pkw-Parkplätze und jeglichem Autoverkehr“, machte Rüdiger deutlich.

Dabei spielt der freistehende Kino-Neubau nach wie vor als Bereicherung des kulturellen Angebotes eine ganz wesentliche Rolle des Gesamtkonzeptes.

Axel Rüdiger

Michael Hoppenberg, dessen Kanzlei das gesamte Interessenbekundungsverfahren für das Kino-Projekt im Auftrag der Stadt durchführt, wird den Planungsstand im öffentlichen Teil der Ratssitzung am Dienstag erläutern. Welche Investorengruppe letztlich zum Zug kommt, entscheidet sich jedoch im nichtöffentlichen Sitzungsteil. „Es handelt sich um eine Vergabe, und die muss laut Geschäftsordnung nichtöffentlich erfolgen“, teilte Bürgermeister Richard Borgmann auf Anfrage mit.

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