Fristende
Kino-Investoren bessern nach

Lüdinghausen -

Bis zum späten Montagabend hatten sie Zeit. Und die haben beide Investorengruppen des Kino-Projektes genutzt. Sowohl die Apollon Immobilien GmbH als auch die Assmann/Lorenz-Gruppe reichten fristgerecht überarbeitete Planungen ein.

Mittwoch, 22.03.2017, 10:03 Uhr

Hebt sich in Lüdinghausen bald der Kino-Vorhang? Die Investoren – die Apollon Immobilien GmbH und die Assmann/Lorenz-Gruppe – haben ihre Pläne überarbeitet.
Hebt sich in Lüdinghausen bald der Kino-Vorhang? Die Investoren – die Apollon Immobilien GmbH und die Assmann/Lorenz-Gruppe – haben ihre Pläne überarbeitet. Foto: colourbox

Beide Investoren des Kino-Projektes haben die Gelegenheit genutzt: Sowohl von der Apollon Immobilien GmbH als auch von der Assmann/Lorenz-Gruppe sind im Rathaus bis zum späten Montagabend noch einmal geänderte Planungen für das Bauvorhaben an der Konrad-Adenauer-Straße eingegangen.

Für beide liegen einwandfreie Bonitätsauskünfte vor.

Investor Ulrich Tillmann

Die Assmann/Lorenz-Gruppe (Dortmund/Waltrop) hat ein Angebot mit unterschriftsreifen Verträgen von zwei Kinobetreibern vorgelegt, einer aus dem süddeutschen Raum und einer aus dem erweiterten Ruhrgebiet. „Für beide liegen einwandfreie Bonitätsauskünfte vor“, teilte Ulrich Tillmann , Geschäftsführer der Assmann-Gruppe, am Dienstag auf Anfrage der WN mit. Ebenso gebe es die im Zuge des Verfahrens geforderten Absichtserklärungen von zwei Supermarktbetreibern, darunter auch Rewe . „Wir haben jetzt eine Variante mit Kindergarten und eine ohne. Als dritten Vorschlag bieten wir zudem die Möglichkeit, die Verkaufsfläche des Supermarktes von 2000 auf 3000 Quadratmeter zu vergrößern, ohne die Gebäudeform zu verändern. In dem Fall würde sich unser Investitionsvolumen von 25 Millionen auf rund 27 Millionen Euro erhöhen. Außerdem haben wir die Anordnung auf dem Grundstück noch mal etwas verschoben, sodass alle Grenzabstände eingehalten werden“, betonte Tillmann. Zudem kündigte er an, dass Assmann/Lorenz auch als Investor für den Bau eines neuen Kindergartens am Hallenbad zur Verfügung stehe, sollte das Kino-Projekt ohne Kita realisiert werden.

Es ist im Grunde eine Rückkehr zu dem ursprünglichen Konzept ohne Kindergarten.

Architekt Axel Rüdiger

Auch die Apollon Immobilien GmbH (Lüdinghausen) hat ihr Angebot noch einmal überarbeitet. „Es ist im Grunde eine Rückkehr zu dem ursprünglichen Konzept ohne Kindergarten“, erläuterte Architekt Axel Rüdiger gegenüber den WN. Neben den fünf Kinosälen gebe es nun einen ebenerdigen Supermarkt. Das erste Stockwerk, in dem die Kita vorgesehen war, entfällt. „Aus unternehmerischer Sicht verringern sich damit zwar die Erträge, aber diese Variante scheint ja im Rat mehrheitsfähiger zu sein“, so Rüdiger. Das ursprüngliche Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro verringere sich damit etwas. Am Baukörper für das Kino und den Supermarkt hat der Architekt nichts geändert. Für beides hatte Apollon bereits zuvor unterschriftsreife Betreiberverträge mit K-Motion (Kino) sowie Rewe vorgelegt.

Wir prüfen diese jetzt unter anderem auf Bonität und Nachvollziehbarkeit.

Bürgermeister Richard Borgmann

Bürgermeister Richard Borgmann bestätigte auf Anfrage der WN den fristgerechten Eingang der geänderten Planungen: „Wir prüfen diese jetzt unter anderem auf Bonität und Nachvollziehbarkeit.“ Da es sich mehr um vertragliche Änderungen denn um planerische handele, sei noch nicht klar, ob das Thema Kino-Projekt in der Ratssitzung am 6. April auch öffentlich beraten werde oder ausschließlich im nichtöffentlichen Teil, so Borgmann.

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