Informationsabend der IHK Nord Westfalen für Jungunternehmer
Von der Masse abheben

Lüdinghausen -

Gute Tipps von einem bekannten Experten und viele Ratschläge aus der Praxis gab es bei einem Informationsabend der IHK Nord Westfalen für Jungunternehmer. Eines der Erfolgsrezepte lautete: sich von er Masse abheben. Und auch der Griff in die psychologischen Trickkiste kann Wunder bewirken.

Donnerstag, 30.03.2017, 19:03 Uhr

Praktische Tipps gaben die Referenten (von rechts) Felix Thönessen, Kerstin Neuhaus-Ameti und Benedikt Kisner, die auf Einladung von Bodo Risch zum Info-Abend kamen .
Praktische Tipps gaben die Referenten (von rechts) Felix Thönessen, Kerstin Neuhaus-Ameti und Benedikt Kisner, die auf Einladung von Bodo Risch zum Info-Abend kamen . Foto: Laurids Leibold

„In der „wunderschönen Stadt mit den drei Burgen“ begrüßte Professor Bodo Risch , stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen , am Mittwochabend rund 100 Jungunternehmer im Ricordo. Dort veranstaltete der Branchenverband gemeinsam mit der NRW.Bank unter dem Motto „Ready-set-grow!“ einen Informationsabend , um frisch gebackenen Selbstständigen Ratschläge für das weitere Geschäftsleben zu geben.

Das zweite Produkt ist das wichtigste.

Felix Thönnessen

Als Referent zu Gast war Felix Thönnessen, unter anderem Kandidaten-Coach bei der Fernsehsendung „Die Höhle des Löwen“. Dieser stellte sich als ein „Geschichtenerzähler“ vor, der seine Tipps an anschaulichen Beispielen vermittelte. So habe ein bekannter Hersteller wasserfester Filzstifte anschließend auch Farbspray-Dosen produziert, welche wie ein überdimensionaler Stift aussahen. „Das zweite Produkt ist das wichtigste“, lautete Thönessens Hinweis, da dies die weitere Entwicklung des Unternehmens definiere. Ein anderer Ratschlag des Start-up-Experten lautete, sich seiner Stärken bewusst zu werden und sich für die anderen Bereiche Hilfe zu holen.

Psychologische Tricks

Darüber hinaus sei die richtige Kundenansprache wichtig, wobei auch mit psychologischen Tricks zu arbeiten sei. So habe ein berühmter Cola-Hersteller für die zuckerfreie Variante seines Getränks hauptsächlich Name und Designfarbe geändert, um damit die männliche Kundschaft stärker anzusprechen. Etwas Ähnliches sei die Verbauung einer Stahlplatte in einer Fernbedienung, um durch ein größeres Gewicht auch eine höhere Wertigkeit des Produktes zu vermitteln.

Zwei weitere Referentenberichteten von eigenen Erfahrungen bei der Selbstständigkeit. „Vor sieben Jahren hätte ich nicht gedacht, das ich heute hier stehe“, sagte Kerstin Neuhaus-Ameti. Damals sei sie frischgebackene Mutter und arbeitslos gewesen, bevor sie sich gemeinsam mit ihrem Mann selbstständig gemacht habe. Sie appellierte an die Teilnehmer, das eigene Profil zu stärken, um sich von der Masse abzuheben: „Das Unternehmen muss Ihren Stempel tragen.“ Dabei solle man sich auch nicht scheuen, alte Zöpfe abzuschneiden.

Ein Unternehmen zu führen, heißt Rückgrat zu zeigen.

Benedikt Kisner

Benedikt Kisner gab ebenfalls praktische Ratschläge: Wichtig sei etwa der richtige Kundenumgang, weswegen sein Unternehmen aus der englischlastigen IT-Branche sich bemühe, im Kundengespräch deutsche Begriffe zu verwenden. Außerdem sollte man sich nicht davor scheuen, die Wahrheit zu sagen: „Ein Unternehmen zu führen, heißt Rückgrat zu zeigen“, so Kisner.

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