Assmann/Lorenz-Gruppe legt nach
Supermarkt und Kino im Doppel

Lüdinghausen -

Gleich jeweils zwei Zusagen von möglichen Kino- sowie Supermarkt-Betreibern kann die Assmann/Lorenz-Gruppe für die entscheidende Ratssitzung am Donnerstag vorweisen. Darauf verwiesen Ulrich Tillmann und Frank Lorenz am Dienstag bei einem Pressegespräch.

Mittwoch, 05.04.2017, 10:04 Uhr

In einem Ortstermin erläuterten Ulrich Tillmann (l.) und Frank Lorenz ihre veränderten Pläne für das Kino-Projekt auf dem Grundstück neben dem Textilhaus Bruno Kleine an der Konrad-Adenauer-Straße.
In einem Ortstermin erläuterten Ulrich Tillmann (l.) und Frank Lorenz ihre veränderten Pläne für das Kino-Projekt auf dem Grundstück neben dem Textilhaus Bruno Kleine an der Konrad-Adenauer-Straße. Foto: wer

Die Entscheidung, wer in Lüdinghausen ein Kino und einen Supermarkt errichten darf, soll am morgigen Donnerstag im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung fallen. „Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung – wie bereits am 21. Februar – nur das Projekt der Apollon Immobilien GmbH zur Abstimmung stellen wird“, erklärte am Dienstag bei einem Ortstermin am Grundstück an der Konrad-Adenauer-Straße Ulrich Tillmann von der Assmann/Lorenz-Gruppe, die das Projekt ebenfalls umsetzen will.

Dennoch sehen der Geschäftsführende Gesellschafter der Assmann-Gruppe und der Waltroper Bauunternehmer Frank Lorenz sich weiter im Rennen. Und das aus gutem Grund, so Tillmann. Neben gleich zwei Kino-Betreibern biete die Assmann/Lorenz-Gruppe auch zwei Supermarkt-Betreiber. Von allen vier Unternehmen lägen sogenannte „Letter of Intent“ vor – feste Zusagen über eine vertragliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit.

Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung – wie bereits am 21. Februar – nur das Projekt der Apollon Immobilien GmbH zur Abstimmung stellen wird.

Ulrich Tillmann

Bei den Kino-Betreibern handelt es sich zum einen um die Kinotainment GmbH & Co KG mit Lichtspielhäusern in Weil am Rhein und Tuttlingen sowie die Consulthies GmbH, die das Kino in Lünen betreibt. Beide Bewerber hätten einen Betrieb des Kinos in Lüdinghausen für die nächsten 20 Jahre zugesagt, erklärte Tillmann. Beide hätten zudem ausgezeichnete Bonität nachgewiesen und die von Assmann-Lorenz vorgelegte Konzeption des Kino-Projekts für die Steverstadt „ausdrücklich gelobt“.

Bei den möglichen Supermarkt-Betreibern handelt es sich zum einen neben Rewe – wie auch bei Apollon Immobilien – um die Kaufland-Kette. Die wiederum ist Teil der Schwarz Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Lidl gehört. Diese beiden Alternativen böten den Vorteil, über unterschiedliche Sortimente zu diskutieren, was bislang nicht möglich gewesen sei, erläuterte Tillmann den Vorteil dieser Konstellation.

Die Assmann/Lorenz-Gruppe stellt in ihren Plänen weiter die Varianten mit 28 Wohnungen wie die Integration eines Kindergartens in den Baukörper zur Wahl. Eine Lösung, die nach wie vor ihren Charme habe, zeigte sich Tillmann überzeugt. Zudem könne man darüber nachdenken, ob ein Kindergarten nicht auch auf einem anderen Teil des großen Grundstücks umsetzbar sei. Zugleich betonte er die Bereitschaft, auch im Bereich des Klutensees eine Tageseinrichtung zu bauen. Beide Standorte hatte die Verwaltung im Fe­bruar als mögliche Flächen zur Ansiedlung bezeichnet.

Sowohl Supermarkt als auch Wohnungen beziehungsweise Kindergarten halten Tillmann und Lorenz für zwingend notwendig für das Gesamtprojekt, um die Kosten für den Betrieb des Kinos möglichst gering zu halten. Als dritte Variante steht eine Ausdehnung der Verkaufsfläche des Lebensmittelmarktes im Raum – als Reaktion auf eine eventuelle Vergrößerung des Edeka-Marktes auf der anderen Straßenseite.

Wir haben beim Kaufpreis für das Grundstück noch einmal nachgelegt.

Frank Lorenz

Lorenz verwies darüber hinaus auf einige Verbesserungen bei der Fassadengestaltung und der Gliederung des Baukörpers. Die nehme jetzt die Optik der Nachbarbebauung in Teilen auf. Zudem sei der Abstand zu Bruno Kleine vergrößert worden. Insgesamt, so Tillmann, sehe sich die Assmann-Lorenz-Gruppe bei der Erfüllung aller Bedingungen auf Augenhöhe mit Apollon Immobilien: „Wir haben von allen Betreibern verbindliche Zusagen.“ Und: „Wir haben beim Kaufpreis für das Grundstück noch einmal nachgelegt“, ergänzte der Waltroper Bauunternehmer. Wie groß der Wunsch in der Lüdinghauser Bevölkerung nach einem Kino sei, hat Tillmann ganz direkt erfahren. „Es haben mich verschiedene Bürger angerufen, die uns Glück gewünscht haben. Das habe ich noch nie erlebt“, sagte Tillmann. Auf die Entscheidung der Politik sei er gespannt: „Es wäre gut, wenn der Fraktionszwang aufgehoben würde.“

Zum Thema

Die Ratssitzung findet am Donnerstag (6. April) im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen statt. Der öffentliche Teil, in dem die geänderten Pläne beider Investorengruppen von der Verwaltung vorgestellt werden, beginnt um 19 Uhr. Die Entscheidung über die Vergabe erfolgt anschließend im nichtöffentlichen Teil.

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