Ulrich Müller – neuer Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft
Den Betrieben Gehör verschaffen

Lüdinghausen -

Der Lüdinghauser Ulrich Müller tritt am 1. Mai sein neues Amt als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Coesfeld an. Über seinen Werdegang und seine Motivation sprach er mit den WN.

Freitag, 28.04.2017, 15:04 Uhr

 
Ulrich Müller  Foto: wer

Als „Schnittstelle zwischen Betrieben, Kammern, Kommunen und Politik“ betrachtet Ulrich Müller die Kreishandwerkerschaft Coes­­feld , deren Hauptgeschäftsführer er ab dem 1. Mai als Nachfolger des scheidenden Dr. Michael Oelck ist. „Wir sind Dienstleister für unsere Mitgliedsbetriebe“, erklärt Müller. In den vergangenen Jahren habe sich die Kreishandwerkerschaft immer mehr von einer Verwaltungsinstitution in eben diese Richtung entwickelt. Dies solle unter seiner Regie fortgesetzt werden.

Mein Vater ist Tischlermeister. Wir hatten zu Hause Werkbänke und Werkzeug, das war wie eine kleine Ausbildung.

Ulrich Müller

Der gebürtige Lüdinghauser ist bereits seit 2007 als Geschäftsführer bei der Kreishandwerkerschaft tätig, vornehmlich zuständig für den Bereich Innungen. „Es macht wahnsinnigen Spaß. Ich mag den Kontakt zu den Betrieben“, sagt der 52-Jährige, dessen Nähe zum Handwerk auch familiär bedingt ist. „Mein Vater ist Tischlermeister. Wir hatten zu Hause Werkbänke und Werkzeug, das war wie eine kleine Ausbildung“, erinnert er sich mit einem Schmunzeln.

Sein beruflicher Werdegang führte den Vater zweier erwachsener Söhne nach dem Abitur am St.-Antonius-Gymnasium allerdings zunächst in eine ganz andere Richtung. Zwölf Jahre hatte er sich bei der Bundeswehr verpflichtet, studierte an der Bundeswehrhochschule in Hamburg Diplom-Pädagogik, wurde Offizier. Einen Teil seiner Dienstzeit verbrachte er in Kanada. Nach dem Abschied vom Bund schloss Müller ein Studium der Betriebswirtschaft an. Nach einer Zwischenstation als Verwaltungsleiter einer bischöflichen Stiftung kam er 2002 zur Handwerkskammer Münster. „Ich war dort zuständig für den Bereich Controlling und Personalwesen.“ Fünf Jahre später dockte er bei der Kreishandwerkerschaft Coesfeld an.

Die Handwerker im Münsterland sind offene und ehrliche Menschen, die auch vielfältig sozial engagiert sind.

Ulrich Müller

Die Kreishandwerkerschaft wolle den kleinen Betrieben ermöglichen, „das zu tun, was sie am liebsten tun – ihr Handwerk ausüben“, so umschreibt Müller eine der wesentlichen Aufgaben als Interessenvertretung des Handwerks. Da gelte es etwa die vielfältigen Hürden der Bürokratie zu bewältigen helfen, außerdem biete die Kreishandwerkerschaft ihren 1650 Mitgliedern mit 15 000 Beschäftigten eine kostenlose Rechtsberatung. Zudem wolle man dem Handwerk Gehör verschaffen bei Kommunen und in der Politik. Dazu passe in jüngerer Zeit das Engagement gegen die Einführung der Hygiene-Ampel, die aus Sicht der betroffenen Betriebe ihre Wirkung verfehle.

Ganz wichtig sei dabei auch die Förderung des Nachwuchses. Da habe sich in den vergangenen zehn Jahren der Schwerpunkt deutlich verschoben. „Damals haben wir nach Ausbildungsplätzen für die Jugendlichen gesucht, heute suchen wir für die Unternehmen nach dringend benötigten Nachwuchskräften“, beschreibt Müller die aktuelle Situation.

Was ihm am Handwerk besonders gefällt, beschreibt der neue Hauptgeschäftsführer mit einem Satz: „Die Handwerker im Münsterland sind offene und ehrliche Menschen, die auch vielfältig sozial engagiert sind.“

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