Werkschau:
Künstler stellen gemeinsam aus

Lüdinghausen -

Die Idee von Andreas Alba, Ute Bracht und Alfred Gockel kam an: Gemeinsam stellten sie in ihrer Werkschau ihre Arbeiten sowie die weiterer Künstler aus. Das zog Kreise bis zum Niederrhein.

Montag, 08.05.2017, 14:05 Uhr

Freuen sich über die gemeinsame Ausstellung (v.l.): Georg Pieron, Rainer Maria Gooßens, Ute Bracht und Andreas Alba in dessen Atelier.
Freuen sich über die gemeinsame Ausstellung (v.l.): Georg Pieron, Rainer Maria Gooßens, Ute Bracht und Andreas Alba in dessen Atelier. Foto: Arno Wolf Fischer

Im Rahmen einer gemeinsamen Werkschau öffneten gleich zwei Ateliers am Wochenende ihre Türen, und viele Besucher folgten der Einladung von Alfred Gockel , Andreas Alba und Ute Bracht . Teil der Ausstellung waren auch Werke der Fotografen Helmut Gaertner, Georg Pieron und Jörg Banz sowie des Bildhauers Rainer Maria Gooßens. Die gemeinsame Aktion hat laut Gockel einen klaren „Synergieeffekt“, von dem alle Künstler profitieren. In den Ateliers befanden sich Werke der jeweils anderen Künstler, was die Gäste zu einem Besuch beider Standorte anregte. „Wir tun uns nichts“, war sich auch Alba sicher.

Wir möchten die Kunstszene so beleben, wie sie vor 20 Jahren war.

Alfred Gockel

Eröffnet wurde die Ausstellung mit einer sehr gut besuchten Vernissage im Atelier Alba, bei der der Gitarrist Heiner Ruhen sein musikalisches Können zeigte. „Das passte einfach“, fasste Alba zusammen. Das Ziel der Ausstellung ist für Gockel klar: „Wir möchten die Kunstszene so beleben, wie sie vor 20 Jahren war. Lüdinghausen hat noch Platz.“ Das Interesse der Menschen zu wecken, ist auch für Alba von großer Bedeutung, denn „für Künstler gibt es nichts Wichtigeres als Aufmerksamkeit“.

Neben den zahlreichen ausgestellten Werken waren auch zwei besondere Drucke zu erwerben, dessen Erlös vollständig der „Kinderkrebshilfe Unna“ zugutekommt. Die lokale und direkte Hilfe stand hierbei im Vordergrund. Gockel steuerte einen Druck bei, der sowohl die romantischen und schönen Seiten des Lebens als auch das Ende zum Thema hat. Der Druck von Alba hingegen zeigt die Toskana, mit der ihn viel verbindet. Auch die teilnehmenden Fotografen präsentierten Motive aus dieser italienischen Region.

Alfred Gockel erläutert Besuchern seinen Druck „Destinationen des Lebens“.

Alfred Gockel erläutert Besuchern seinen Druck „Destinationen des Lebens“. Foto: Arno Wolf Fischer

Im Vordergrund der Ausstellung stand der direkte Kontakt mit den Besuchern. „So etwas ist lebenswichtig für die Standortbestimmung eines Künstlers. Es geht darum, ob man mich versteht“, erläuterte Gockel. „Mich überrascht die Neugier der Besucher, und ich bin jetzt schon sehr zufrieden“, resümierte er am Samstag. So erkundigten sich die Gäste nach dem Einfluss des amerikanischen Marktes auf Gockels Arbeit oder waren interessiert an der Textur der dreidimensionalen Bilder von Bracht.

Spendeninitiative

„Die Spendeninitiative ist toll“, freute sich Sabine Hennes aus Olfen. Neben den zahlreichen neuen Besuchern fanden sich auch bekannte Gesichter in den Ateliers ein, um sich einen Überblick zu verschaffen und ihre Sammlungen zu ergänzen. Oder wie Alba es ausdrückte: „Der Trend geht zum Zweitbild.“ Die Gäste kamen dabei nicht nur aus der Steverstadt und den Nachbarorten, sondern fanden auch vom Niederrhein oder aus Haltern ihren Weg in die Ateliers.

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