Sprache ist der Schlüssel
Nur Gewinner

LÜdinghausen -

Sechs Studierende des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs haben über ein ganzes Jahr einmal in der Woche Kinder der Elisabeth-Kita dabei unterstützt, die deutsche Sprache gut zu sprechen. Jetzt gab es auch ganz offiziell Lob und Anerkennung für sie.

Mittwoch, 31.05.2017, 21:05 Uhr

Kinder der Elisabeth-Kita, Erzieherinnen, Lehrer, Vertreter der Kirchengemeinde und des Lions respektive Rotary Clubs freuten sich mit den Studierenden des Richard-von-Weizsächer-Berufskollegs über die Zertifikate.
Kinder der Elisabeth-Kita, Erzieherinnen, Lehrer, Vertreter der Kirchengemeinde und des Lions respektive Rotary Clubs freuten sich mit den Studierenden des Richard-von-Weizsächer-Berufskollegs über die Zertifikate. Foto: Bettina Laerbusch

Es geht weiter! Das bei Schülern, Kindern, Erziehern und Lehrern so beliebte Projekt wird fortgeführt: Manfred Pape (Lions Club) und Andreas Geiping ( Rotary Club ) haben am Montagnachmittag angekündigt, die „Sprachwerkstatt“ erneut für ein Jahr finanziell zu unterstützten. Grund für die gute Nachricht: Die aktuelle Crew geht von Bord. Heißt: Vivien Warzybok, Marleen Sibbel, Melanie Petrich, Elisa Papst , Elena Fiterer und Dirk Dias verlassen die St.-Elisabeth-Kita. Dort haben sie in den vergangenen zwölf Monaten Kinder mit und ohne Migrationshintergrund dabei unterstützt, die deutsche Sprache gut zu sprechen. Einmal in der Woche suchten die Studierenden des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs die Kindertagesstätte auf und behandelten mit den Kindern Themen, die die sich zuvor gewünscht hatten. Bauerhöfe standen da in Sachen Sprachförderung ebenso im Mittelpunkt wie Krokodile.

Projekt existiert seit 2012

Seit 2012 gibt es dieses Projekt jetzt, erläuterte Helga Laurenz, Abteilungsleiterin der Fachschule für Sozialpädagogik des Berufskollegs. Mit im Boot sitzt natürlich auch der Träger des Kindergartens beziehungsweise des Familienzentrums, die Kirchengemeinde. Margret Pernhorst (Kirchenvorstand), erinnerte Andreas Geiping schmunzelnd, sei an ihn herangetreten und habe gefragt, ob er nicht ein bisschen Geld übrig habe. Die Schüler bekommen kleine Aufwandsentschädigungen, zusätzliche Lehrerstunden sind unter anderem auch zu finanzieren. Begleitet von Seiten der Lehrer hat André Hoffmann die Schüler. 16 Studierende hätten sich aktuell für die Sprachwerkstatt beworben. Wie im Fall der jetzigen Studierenden, die am Montag in einer kleinen Feier ihre Zertifikate bekamen, entscheidet auch jetzt wieder das Los. Platz für alle 16 gibt es nicht.

„Es ist schön zu sehen, wie das fruchtet, was wir tun, wie sich die Sprache der Kinder entwickelt“, machte Elisa Papst deutlich, wie wichtig ihr diese Praxiserfahrung ist. Dirk Dias möchte nach seinem Abschluss als Erzieher im Jugendbereich arbeiten, die Erfahrung mit den Kindern aber nicht missen. „Am Anfang war sehr nervös, bin dann aber immer souveräner geworden.“

Uneingeschränkt überzeugt

Und auch die Erzieherinnen der Elisabeth-Kita sind uneingeschränkt überzeugt von dem Projekt: Leiterin Stefanie Rabe-Hellkuhl und ihre Kollegin Kirsten Altenbockum war anzumerken, dass sie es bedauern, dass die jetzige Crew geht, sie sich aber auch auf „die Neuen“ freuen. Profitieren, das unterstrich Manfred Pape, würden alle, vor allem aber die Kinder: „Die Kinder sind die Hauptakteure; Sprachekompetenz ist der Schlüssel zur Bildung.“

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