Sponsorentour von Peter Friemel
Drei Notlager bieten Flüchtlingen im Südsudan Zuflucht

Lüdinghausen -

4521 Euro erzielte Peter Friemels jüngste Sponsorentour bisher. Das Geld fließt in Hilfsprojekte für flüchtende Menschen im Südsudan, wo die Lage weiterhin gefährlich ist. Friemel berichtet nun, wohin die Spenden genau fließen.

Samstag, 17.06.2017, 07:06 Uhr

Radelnd für den guten Zweck im Einsatz: Der Lüdinghauser Peter Friemel hat seine 17. Sponsorentour beendet. Der Erlös fließt erneut an die Nothilfe der Don-Bosco-Mission für die Flüchtlinge im Südsudan.
Radelnd für den guten Zweck im Einsatz: Der Lüdinghauser Peter Friemel hat seine 17. Sponsorentour beendet. Der Erlös fließt erneut an die Nothilfe der Don-Bosco-Mission für die Flüchtlinge im Südsudan. Foto: privat

Die 17. Radreise, 926 Kilometer auf dem Sattel, Ziel Benediktbeuern in Oberbayern und bisher 4521 Euro Spenden: Das sind die Rahmendaten von Peter Friemels jüngster Sponsorentour in diesem Frühsommer für Menschen im Südsudan. Sechs Wochen später reiste er wieder durch Deutschland, diesmal nach Bonn zur Don-Bosco-Mission, die über aktuelle Entwicklungen in dem afrikanischen Land berichtet.

10 600 Flüchtlinge in drei Lagern

Obwohl die Lage dort gefährlich ist, bleiben die Salesianer Don Boscos als Helfer in dem Land. Insgesamt waren im April auf dem Gelände der Salesianer in allen drei Lagern zusammen 10 600 Menschen registriert, heißt es in einem Pressetext. Zeitweise suchten sogar 15 000 Binnenflüchtlinge Schutz. Sie leben in Hütten aus Plastikplanen und Bambus und sind für ihre täglichen Bedürfnisse – Lebensmittel, Unterkunft, medizinische Versorgung, Schulbildung – vollkommen auf die Salesianer angewiesen. Hinzu kommt, dass die Preise für Lebensmittel auf ein Vielfaches gestiegen sind. Auf Grund der Sicherheitslage haben viele internationale Organisationen ihre Mitarbeiter zeitweise fast komplett evakuiert.

Da eine Besserung der Lage bisher nicht in Sicht ist, wird die dringend benötigte Hilfe fortgeführt.

Peter Friemel

Die Zahl der Kinder, die die Schule besuchen und Lernmittel sowie ein Schulfrühstück bestehend aus Milch, Keksen und Maisbrei erhalten, ist auf 1600 gestiegen. „Dank der großzügigen Spenden vieler Menschen an die Don-Bosco-Mission Bonn konnten seit vergangenen September die Nothilfe der Salesianer stabil gehalten und die Betroffenen versorgt werden. Da eine Besserung der Lage bisher nicht in Sicht ist, wird die dringend benötigte Hilfe fortgeführt“, so Friemel in seiner Mitteilung.

Die Beschreibung der aktuellen Situation im Südsudan entspricht dem Aufruf von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 9. Juni, einem der bundesweiten Aktionstage für Afrika. „ Ich bin froh, dass zahlreiche deutsche Organisationen Hilfe leisten – teilweise unter schwierigsten Bedingungen. Auch der Staat hat seine Unterstützung bereits erhöht. Doch dies wird nicht ausreichen. Ich bitte Sie daher: Helfen Sie mit Ihrer Spende. Unterstützen Sie die Hilfsorganisationen“, wird Steinmeier zitiert.

Marmelade als Dank für die Sponsoren

„Im Namen der Don-Bosco-Gemeinschaft in Juba/Südsudan dankt Father Shijan allen Spendern, auch in Lüdinghausen und Umgebung, die bisher mit 4521 Euro anlässlich der 17. Tour ihren Beitrag geleistet haben, sehr herzlich“, so Friemel. Er selbst möchte sich auf kulinarische Weise bei seinen Sponsoren bedanken. Für sie gibt es Himbeer- und Brombeermarmelade aus dem heimischen Garten. „Die vielen leeren Gläser im Keller warten schon darauf, mit Marmelade gefüllt zu werden“, schreibt er abschließend.

Zum Thema

Spendenkonto Don-Bosco-Mission Bonn: IBAN DE70 3706 0193 0022 3780 23, Verwendungszweck: Juba / Südsudan, 17. Tour P. F.       | www.peterfriemel.de            www.donboscomisson.de

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