SPD zum Kreisverkehr an der B 235/Stadtfeldstraße
„Status quo ungeeignet“

Lüdinghausen -

Vor dem Hintergrund vermehrten Verkehrsaufkommens auf der Stadtfeldstraße durch die Kino- und Supermarktansiedlung sowie das Baugebiet Höckenkamp betrachten die Sozialdemokraten die Situation im Kreuzungsbereich mit der B 235 als unbefriedigend. Die Anlage eines Kreisverkehrs sollte diskutiert werden.

Donnerstag, 22.06.2017, 07:06 Uhr

Angesichts des zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens durch Kino- und Supermarktansiedlung sowie das Baugebiet Höckenkamp wollen die Sozialdemokraten im Rat den Bau eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich B 235/Stadtfeldstraße geprüft wissen.  
Angesichts des zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens durch Kino- und Supermarktansiedlung sowie das Baugebiet Höckenkamp wollen die Sozialdemokraten im Rat den Bau eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich B 235/Stadtfeldstraße geprüft wissen.   Foto: wer/SPD

Der Knotenpunkt Bundesstraße 235/Stadtfeldstraße/Münsterstraße wird in absehbarer Zeit weiteren Belastungen ausgesetzt. Vor dem Hintergrund des Baus von Kino und Supermarkt neben dem Textilhaus Bruno Kleine sowie des Baugebiets Höckenkamp seien weiter zunehmende Verkehrsströme zu erwarten. Da sind sich Politik und Verwaltung einig. Die Sozialdemokraten unternehmen jetzt einen Vorstoß, um diese Situation in den Griff zu bekommen. Sie befeuern die Diskussion um den Vorschlag, diesen ampelgesteuerten Kreuzungsbereich durch einen Kreisverkehr zu ersetzen. Das Thema wird in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag (22. Juni) behandelt.

Wir sind der Überzeugung, dass in diesem Bereich nachgebessert werden muss.

Dirk Havermeier (SPD)

„Wir sind der Überzeugung, dass in diesem Bereich nachgebessert werden muss. Der Status quo ist für den zusätzlichen Kfz-Verkehr ungeeignet“, erklärt dazu Dirk Havermeier. Der sozialdemokratische Ratsherr verweist dabei etwa auf die Situation an der Ausfahrt des Dietrich-Bonhoeffer-Rings. Wenn während einer Rotphase der Ampel Autos von dort links auf die Stadtfeldstraße abbiegen wollten, werde dies kaum noch möglich sein, fürchtet Havermeier. Der Rückstau sei einfach zu groß. Hinzu komme, dass vor der Ampel die Fahrradschleuse zusätzlich Platz benötige.

Stadtfeldstraße

Stadtfeldstraße

Problematisch sieht er die einen Kreisverkehr nutzenden Fahrradfahrer – viele von ihnen Schüler – durchaus. Dem könne aber mit einer Vorfahrtregelung für Radler – ähnlich der am Kreisverkehr Valve – begegnet werden. Schulkinder – vor allem die jüngeren auf dem Weg zur Ostwallschule – sollten dann die Querung an der Ampelanlage Konrad-Adenauer-Straße/Mühlenstraße nutzen. Das, so der SPD-Ratsherr, sei ohnehin der sicherste Schulweg. Die Verwaltung wird in dem Antrag aufgefordert, Gespräche mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW aufzunehmen.

Wenn die Stadt Lüdinghausen dort einen Kreisverkehr möchte, werden wir darüber reden.

Josef Brinkhaus (Landesbetrieb Straßen.NRW)

Der hält sich in der Frage allerdings vorerst zurück. Die Thematik sei dem Landesbetrieb durchaus vertraut, erklärte dessen Pressesprecher Josef Brinkhaus auf WN-Nachfrage. „Wenn die Stadt Lüdinghausen dort einen Kreisverkehr möchte, werden wir darüber reden“, versicherte er. Im Vorfeld werde es aber dazu keine Positionierung seiner Behörde geben.

Bürgermeister Richard Borgmann verwies darauf, dass der Landesbetrieb in dieser Frage die Entscheidungshoheit habe. Aus seiner Sicht sei die Ampelanlage für den Schülerverkehr die sicherste Lösung. Bei einem Kreisverkehr sei der Verkehrsfluss wohl besser. „Das Ganze ist eine Abwägungsfrage. Platz genug für einen Kreisverkehr gibt es.“ Er verwies aber auch darauf: „Wer die Musik bestellt, muss zahlen.“ Und das werde dann wohl die Stadt sein.

Die Sozialdemokraten sehen ihren Vorschlag als „Impuls für eine Diskussion über die beste Lösung“, so deren Fraktionsvorsitzender Michael Spiekermann-Blankertz. Der Antrag und der Debattenvorschlag seien keinesfalls als „Vorentscheidung“ zu verstehen.

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