Vertreter-Versammlung der Volksbank
Dividende von 240 000 Euro

Lüdinghausen -

Mit der geplanten Fusion mit der Volksbank Haltern will die Volksbank Lüdinghausen-Olfen die Weichen für die Zukunft stellen. In der Vertreterversammlung sparte der Vorstand nicht mit Kritik an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Donnerstag, 22.06.2017, 19:06 Uhr

Gruppenbild mit Dame: Der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Bernhard Hagen (4.v.l.) begrüßte Ute Thoms-Meyer als neues Mitglied in seiner Mitte.
Gruppenbild mit Dame: Der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Bernhard Hagen (4.v.l.) begrüßte Ute Thoms-Meyer als neues Mitglied in seiner Mitte. Foto: Michael Beer

„Wir haben die Herausforderungen gemeistert und mit der geplanten Fusion mit der Volksbank in Haltern Pflöcke für die Zukunft eingeschlagen“, sagte Bernhard Hagen, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Lüdinghausen-Olfen, als er die Vertreter der 12 516 Kunden der Bank in der Olfener Stadthalle am Mittwochabend begrüßte.

Vorstandssprecher Marcus W. Leiendecker legte zunächst Anmerkungen zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Hart ging er dabei mit der EZB ins Gericht, die den kleineren Banken mit ihrer Niedrigzinspolitik den Boden unter den Füßen wegziehe. Mit der Digitalisierung sei auch eine Modifizierung der Beratung verbunden. Die Regulatorik führe zu immer größerer Mehrbelastung der Mitarbeiter. Leiendecker hob auch das soziale Engagement der Volksbank hervor. Mit rund 70 000 Euro wurden Kindergärten, Schulen und Vereine unterstützt.

Wir haben die Herausforderungen gemeistert und mit der geplanten Fusion mit der Volksbank in Haltern Pflöcke für die Zukunft eingeschlagen.

Bernhard Hagen

Sein Vorstandskollege Berthold Stegemann legte der Versammlung das umfangreiche Zahlenwerk (die WN berichteten) und die Entwicklung der Volksbank vor. „Wir haben unser Wachstumsziel übertroffen und die Eigenmittel aufstocken können“, so Stegemann. Sein Ausblick fiel nicht so optimistisch aus. Anhaltendes Niedrigzinsniveau, hohe regulatorische Aufwendungen und die Umstellung des Bankenverfahrens seien mit großem zeitlichen und personellen Aufwand verbunden.

Im Bericht des Aufsichtsrates über seine Tätigkeit und über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung lobte Hagen die Arbeit des Vorstandes und der Mitarbeiter.

Sein Stellvertreter Bernd Klapheck verlas den umfangreichen Bericht über die gesetzliche Prüfung. Diesem Bericht stimmten die Vertreter ebenso einstimmig zu, wie dem Vorschlag der Gewinnverwendung. Rund 240 000 Euro werden davon als Dividende ausgeschüttet.

Der Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrates folgte die Neuwahl zu diesem Gremium. „Wir wollen mit der heutigen Wahl die Weichen für einen funktionsfähigen Aufsichtsrat stellen, da altersbedingt in Zukunft einige Mitglieder ausscheiden werden“, sagte Hagen. Neu in den Aufsichtsrat wurde Ute Thoms-Meyer aus Lüdinghausen gewählt. Bernd Ader, Bernd Klapheck, Hubert Korte und Berthold Schulze Meinhövel, die turnusgemäß zur Wahl standen, bestätigte die Versammlung in ihren Ämtern.

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