Schüler brillieren integrativ
Kinder wachsen über sich hinaus

Lüdinghausen -

Die Inklusionsklasse des St.-Antonius-Gymnasiums hat ihr Publikum mit einem Musical beeindruckt. Bereits in der Vorweihnachtszeit hatte Klassenlehrer Daniel Boettcher im Musikunterricht mit den Schülern begonnen, Lieder einzustudieren. Die Ideen für die Bühnengestaltung, die Kostüme und das szenische Spiel wurden im Deutsch- und Kunstunterricht. Auch Mütter waren aktiv.

Sonntag, 02.07.2017, 08:07 Uhr

Die Schülerinnen und Schüler der integrativen Klasse des St.-Antonius-Gymnasiums begeisterten ihr Publikum mit ihrem Können und ihrem Engagement auf der Bühne.
Die Schülerinnen und Schüler der integrativen Klasse des St.-Antonius-Gymnasiums begeisterten ihr Publikum mit ihrem Können und ihrem Engagement auf der Bühne. Foto: St.-Antonius-Gymnasium

Die Klasse 5a des St.-Antonius-Gymnasiums feierte am Mittwochabend die Premiere des Musicals „Die 12 Schwäne“, eines Märchens frei nach den Brüdern Grimm und Hans Christian Andersen. Und die 22 Schülerinnen und Schüler der Inklusionsklasse beeindruckten ihr Publikum in der gut besetzten Aula mit ihren Songs und Szenen, heißt es im Bericht der Schule.

Bereits in der Vorweihnachtszeit hatte Klassenlehrer Daniel Boettcher im Rahmen des Musikunterrichts mit der Einstudierung der zwölf Lieder begonnen. Die Ideen für die Gestaltung der Bühne, die Kostüme und das szenische Spiel wurden im Deutsch- und Kunstunterricht bei Klassenlehrerin Sabine Warnke entwickelt. Engagierte Mütter unterstützen das Projekt tatkräftig, indem sie sich um das Anfertigen der Kostüme kümmerten.

Die musikalische Gestaltung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Musikschulkreis Lüdinghausen. Das Arrangement und die Einstudierung der instrumentalen Begleitung durch zwei Violinen (Jule Boettcher, Gesa Emonts-Gast) und einem Cello (Simon Stäcker) hatte Dorothea Lindemann übernommen.

Großartiges Engagement und viel Talent zeigten die jungen Musical-Darsteller in Szenen, in denen Eltern um ihre verfluchten Söhne trauerten, Schwäne dem Publikum ihr Schicksal zuraunten, das Leben einer Schwester auf den Kopf gestellt, einem König der Kopf verdreht und schließlich eine prächtige Hochzeit gefeiert wurde. Obwohl eine böse Amme beinahe das junge Glück zerstört hätte, siegte schließlich doch das Gute über das Böse. Das begeisterte Publikum belohnte die jungen Darsteller mit lang anhaltendem Applaus.

„Wir bemühen uns immer, in unserer Inklusionsklasse ein Highlight einzubauen, bei dem es gelingt, möglichst viele Talente bei den so verschiedenen Kindern zu wecken. Hier spielen Schülerinnen und Schüler mit attestierten Lerneinschränkungen zusammen mit den Gymnasialkindern und schaffen ein gemeinsames Produkt, bei dem sie einander über das Unterrichtliche hinaus kennen und schätzen lernen können“, beschreibt Klassenlehrerin Sabine Warnke das Hauptziel der langen Arbeit. „Für uns Lehrer war das Musical-Projekt auch Neuland, daher freuen wir uns sehr, dass wir trotz unterschiedlicher Voraussetzungen alle Kinder haben teilhaben lassen können. Alle Mitwirkenden sind über sich hinausgewachsen und können sehr stolz sein auf das, was sie geschafft haben“, ergänzt Klassenlehrer Daniel Boettcher im Pressetext des Gymnasiums.

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Wer Interesse hat, ist zu einer weiteren Aufführung am Mittwoch (5. Juli) um 10.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums eingeladen.

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