Emma Edelbusch ausgezeichnet
Welche Rolle Religion im Krieg spielt

Lüdinghausen -

Für einen Beitrag des Geschichtswettbewerbs um den Preis des Bundespräsidenten ist jetzt die Anton-Schülerin Emma Edelbusch ausgezeichnet worden.

Montag, 10.07.2017, 20:07 Uhr

„Gott und die Welt – Religion macht Geschichte“ lautete das Thema des diesjährigen Geschichtswettbewerbs um den Preis des Bundespräsidenten. Bundesweit folgten über 5000 Schülerinnen und Schüler dem Aufruf, in der eigenen Region oder Familiengeschichte auf Spurensuche zu gehen, in Archiven zu stöbern, Zeitzeugen zu interviewen, und auf diese Weise bisher unbekannte Geschichte(n) zu entdecken und zu präsentieren, teilt die Schule mit.

Kapellen untersucht

Emma Edelbusch aus der Klasse 9e des St.-Antonius-Gymnasiums ist eine von insgesamt über 1100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in NRW, die sich begeistern ließen. Nach sechs Monaten Recherche, Planen, Schreiben und Redigieren reichte sie ihren Wettbewerbsbeitrag mit dem Titel „Religion – Ein Trost im Krieg? Eine Untersuchung von Kapellen und dem Umgang mit dem Tod in Lüdinghausen“ ein. Den Ausgangspunkt ihrer Forschungen fand sie in einer familieneigenen Kapelle, die ihre Vorfahren zum Gedenken an ihre beiden im Ersten Weltkrieg gefallenen Urgroßonkel kurz nach dem Krieg errichtet hatten.

Zeitzeugen befragt

Emmas Ziel war es, herauszufinden, welche Bedeutung Religion und religiöse Stätten für Hinterbliebene und Kriegsteilnehmer bei der Trauerbewältigung und Verarbeitung der Kriegserfahrungen hatten. Dazu befragte die Schülerin Zeitzeugen in der eigenen Familie und recherchierte die Baugeschichte von Kapellen in Archiven. Sie kommt zu dem Schluss, dass nach beiden Weltkriegen die Lüdinghauser Kapellen wichtige Anlaufstellen und ein Trost für die Trauer der Hinterbliebenen waren, sieht aber auch kritisch, dass die Religion zu einer größeren Akzeptanz der Kriege beigetragen haben mag.

Emmas Arbeit überzeugte die Juroren, die ihr einen der insgesamt 69 Landespreise in NRW zusprachen. Nun ziehen die prämierten NRW-Beiträge weiter in den Bundeswettbewerb.

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