Christiane Poppe und ihre Hilfsprojekte auf Sumba
„Ibu Putti“ bringt Hilfe

Lüdinghausen -

Christiane Poppe hat selbst zwölf Jahre in Indonesien gelebt. Seit fast zwei Jahrzehnten unterstützt sie Hilfsprojekte auf der Insel Sumba im Osten des Inselstaates.

Freitag, 11.08.2017, 16:08 Uhr

Nicht nur Souvenirs und Gastgeschenke hat Christiane Poppe von ihren Reisen auf die Insel Sumba mitgebracht, sondern auch zahlreiche (Erfolgs-)Erlebnisse ihrer Unterstützungsarbeit bei verschiedenen Projekten.
Nicht nur Souvenirs und Gastgeschenke hat Christiane Poppe von ihren Reisen auf die Insel Sumba mitgebracht, sondern auch zahlreiche (Erfolgs-)Erlebnisse ihrer Unterstützungsarbeit bei verschiedenen Projekten. Foto: wer

Unterernährung, (Bildungs-)Armut, große Defizite in der Gesundheitsversorgung – all dies prägt die indonesische Insel Sumba. Ein Eiland weit im Osten des indonesischen Inselreiches, das die Zentralregierung in der Hauptstadt Jakarta auf Java nur wenig im Blick hat. Diese Erfahrung hat Christiane Poppe gemacht. Die Lüdinghauserin unterstützt seit vielen Jahren verschiedene Hilfsprojekte auf der 11 150 Quadratkilometer großen Insel mit ihren rund 700 000 Einwohnern.

Seitdem bin ich in jedem Jahr einmal auf Sumba gewesen, um mich vom Fortgang unserer Hilfsprojekte zu überzeugen.

Christiane Poppe

Poppe hat selbst mit ihrer Familie zwischen 1995 und 2000 sowie noch einmal von 2006 bis 2012 in Indonesien gelebt. Ihr Mann war dort im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Berater der indonesischen Regierung tätig. Aber auch die studierte Pastoralreferentin war in dieser Zeit nicht untätig. Über ein Projekt für Frauen sei sie in Kontakt mit einer Steyler Ordensschwester gekommen, die von der Insel Sumba stammte und ihr von den Lebensverhältnissen der Menschen berichtete. 2001 reiste sie selbst erstmals dorthin.

„Seitdem bin ich in jedem Jahr einmal auf Sumba gewesen, um mich vom Fortgang unserer Hilfsprojekte zu überzeugen“, erzählt die 64-Jährige, aus deren Arbeit der Freundeskreis Sumba e.V. hervorgegangen ist. Angedockt sind diese an ein Kloster der „Schwestern der Liebe vom Kostbaren Blut“, einer 1862 gegründeten Ordensgemeinschaft, die seit 1933 in Indonesien arbeitet. Etwa 40 Schwestern kümmern sich im Westen Sumbas um die Menschen. Dabei unterstützen sie vor allem die Frauen, die sich um das Überleben der Familien kümmern müssen. „Viele Männer leben und arbeiten auf den Nachbarinseln“, so Poppe.

Ich bin Seelsorgerin. Das Evangelium wird nicht nur im Wort, sondern auch durch die Tat verkündet.

Christiane Poppe

Dabei geht es um Bildung, Hilfe in der Landwirtschaft und Gesundheitsfürsorge. „Ibu Putti“ – die weiße Frau – kommt, so wird inzwischen ihre Ankunft in den Dörfern im Westen der Insel angekündigt. Bei den Besuchen wird sie regelmäßig von Ordensschwestern begleitet, die selbst auf Sumba geboren sind.

Ihren eigenen Antrieb beschreibt Poppe so: „Ich bin Seelsorgerin. Das Evangelium wird nicht nur im Wort, sondern auch durch die Tat verkündet. Das ist meine Profession.“ Aktuell bemüht sie sich um finanzielle Unterstützung für die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Frauen sollen zu Krankenschwestern ausgebildet werden. Denn auf Sumba seien diverse Infektionskrankheiten oder Tuberkulose und Lepra noch immer verbreitet.

Zum Thema

Zu einem Benefizkonzert zugunsten des aktuellen Sumba-Projekts laden die Lüdinghauser Rotarier am 2. September (Samstag) um 19.30 Uhr in das Bauhaus der Burg Vischering. Die vielfach ausgezeichnete Nachwuchs-Pianistin Julia Hermanski wird Werke von Schubert, Liszt, Rachmaninoff und Wagner spielen. Eintrittskarten gibt es ausschließlich an der Abendkasse. Statt eines festen Eintrittspreises wird um eine in das Belieben der Besucher gestellte Spende gebeten.

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