Luther-Jahr
Erntedankfest auf dem Hof Grube

Lüdinghausen -

1517 war nicht nur der Anfang der kirchlichen Erneuerungsbewegung, auch der Ursprung des Tetekumer Hofs Grube lässt sich auf dieses Jahr datieren – für die evangelischen Pfarrer im Südkreis der perfekte Anlass, dort das Erntedankfest zu feiern. Sie stellten am Montag das Programm vor.

Dienstag, 29.08.2017, 07:08 Uhr

Am Holzträger aus dem Jahr 1517 versammelten sich für das Foto Pfarrer im Probedienst Friedrich Greinke (stehend v.l.), die Pfarrer Thorsten Melchert (Olfen) und Martin Roth (Ascheberg), Hofinhaber Johannes und Karin Busch sowie Pfarrer Stefan Benecke aus Senden (sitzend v.l.) und die Lüdinghauser Pfarrerin Silke Niemeyer.
Am Holzträger aus dem Jahr 1517 versammelten sich für das Foto Pfarrer im Probedienst Friedrich Greinke (stehend v.l.), die Pfarrer Thorsten Melchert (Olfen) und Martin Roth (Ascheberg), Hofinhaber Johannes und Karin Busch sowie Pfarrer Stefan Benecke aus Senden (sitzend v.l.) und die Lüdinghauser Pfarrerin Silke Niemeyer. Foto: Niklas Tüns

Als Martin Luther vor einem halben Jahrtausend seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche genagelt haben soll, wurde 350 Kilometer entfernt gerade die Ständerkonstruktion für ein Bauernhaus hochgezogen. „Es ist genau belegbar, dass der Kernbau von 1517 ist“, erzählte Johannes Busch. Mittlerweile wohnt er mit seiner Frau Karin im Haupthaus des Hofs Grube (Tetekum 39), auf dem am 1. Oktober (Sonntag) ab 11 Uhr ein besonderer Gottesdienst stattfinden wird. Die evangelischen Gemeinden des Südkreises feiern dort ihr Erntedankfest.

Vier Gemeinden machen gemeinsame Sache

„Als ich vor drei oder vier Jahren vom Ursprungsjahr des Gebäudes gelesen habe, dachte ich sofort: ‚Zum Reformationsjubiläum müssen wir da etwas machen‘“, sagte Pfarrer Thorsten Melchert aus Olfen am Montag bei einem Pressetermin. Und seine Lüdinghauser Kollegin Silke Niemeyer ergänzte: „Ein Erntedankfest auf einem uralten Bauernhof passt perfekt.“ Wie bei den Taufgottesdiensten im Olfener Naturbad machen die Gemeinden aus Olfen, Senden, Ascheberg und der Steverstadt dafür gemeinsame Sache. Niemeyer verspricht für den 1. Oktober ein „sinnliches Erlebnis“. Bei gutem Wetter draußen vor dem historischen Gebäude, bei schlechtem Wetter in der Tenne würden die Besucher in eine andere Zeit eintauchen. „Erntedank ist immer ein ‚Schlager-Gottesdienst‘, weil er etwas für das Auge und nach Weihnachten einer der beliebtesten Termine ist“, so die Pfarrerin.

Das Vorbereitungsteam plant neben Führungen über den Hof Grube mit einem Luther-Darsteller, der im Kostüm bekannte Texte des Theologen präsentieren wird. Und ein bisschen Ökumene wird beim Gottesdienst auch zu spüren sein. Die Erntekrone bindet „selbstverständlich“, so Melchert, die – katholische – Landjugend aus Olfen.

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