Wahlvorbereitung im Rathaus
Zur Stimmabgabe zurück in die alte Heimat

Lüdinghausen -

Noch dreieinhalb Wochen bleiben dem Team um Fachbereichsleiter Dominik Epping, um im Rathaus die letzten Vorbereitungen für die Bundestagswahl zu treffen. Von einem ist Epping bereits jetzt überzeugt: Die Briefwahl wird wieder boomen.

Mittwoch, 30.08.2017, 10:08 Uhr

Ob per Brief oder direkt vor Ort im Wahllokal: 19 254 Lüdinghauser sind zur Bundestagswahl aufgerufen.
Ob per Brief oder direkt vor Ort im Wahllokal: 19 254 Lüdinghauser sind zur Bundestagswahl aufgerufen. Foto: Anne Eckrodt

In dreieinhalb Wochen ist es soweit: Am 24. September (Sonntag) sind 19 254 Lüdinghauser aufgerufen, über die Zusammensetzung des 19. Bundestages mitzuentscheiden. Die Vorbereitungen dafür laufen im Rathaus auf Hochtouren. „Wir haben bereits knapp 2000 Briefwahlunterlagen herausgegeben“, berichtete Dominik Epping , Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, am Dienstag.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass diese Form der Stimmabgabe boomt.

Dominik Epping

Eingestellt hat sich die Verwaltung auf 5500 Briefwähler und entsprechend viele Unterlagen geordert. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass diese Form der Stimmabgabe boomt“, so Epping. Reichen diese Stimmzettel samt Rücksendeumschlägen nicht aus, lassen sie sich kurzfristig nachbestellen.

Verschickt werden die Briefwahlunterlagen in die ganze Welt. Denn: Wer aktuell im Ausland lebt und seinen letzten Wohnsitz innerhalb Deutschlands in Lüdinghausen hatte, hat die Möglichkeit, einen Antrag auf Eintragung in das örtliche Wählerverzeichnis zu stellen. Somit gehen die Briefwahlunterlagen aus dem Rathaus der Steverstadt auf die Reise beispielsweise nach Russland, Spanien oder Brasilien. „Einige Wähler lassen sich die Sachen in das jeweilige Konsulat schicken, andere direkt nach Hause“, erzählte Epping. 22 Luftpostbriefe haben die Verwaltungsmitarbeiter in den vergangenen Tagen auf den Weg gebracht. Doch es gibt auch Menschen, die eigens für die Bundestagswahl zurück in die alte Heimat kommen. Epping: „Ein Mann aus Bosnien-Herzegowina hat uns beispielsweise mitgeteilt, dass er wählen will, jedoch nicht per Brief, sondern direkt hier vor Ort.“

Es wurden 48 fehlerhafte Wahlbenachrichtigungskarten verschickt.

Dominik Epping

Von den erneuten Pannen bei der Datenverarbeitungszentrale Citeq in Münster ist Lüdinghausen diesmal nur in sehr geringem Umfang betroffen. „Es wurden 48 fehlerhafte Wahlbenachrichtigungskarten verschickt“, sagte Epping. Bei Bürgern mit gleichem Vor- und Nachnamen und gleicher Anschrift wurde das Geburtsdatum vertauscht. Über entsprechende Vermerke im Wählerverzeichnis sei jedoch sichergestellt, dass es keine Verwechslungen gebe, betonte Epping. „Da kann nichts schiefgehen – weder bei der Briefwahl noch am 24. September im Wahllokal. Hätten wir neue Benachrichtigungskarten verschickt, hätte das nur für Verwirrung bei den Bürgern gesorgt.“

Apropos Bürger: Diese sind am Wahltag zur Präsentation im Foyer des Rathauses eingeladen. Mit Schließung der Wahllokale um 18 Uhr werden dort nach und nach die Ergebnisse aus den 23 Stimmbezirken präsentiert. „Darunter sind mit sechs Briefwahlbezirken zwei mehr als bei der Landtagswahl“, sagte Epping. Die Stadtverwaltung ist auf den zu erwartenden Briefwahlboom eingestellt. Genügend Helfer stehen auch zur Verfügung. „Nur vereinzelt müssen wir noch jemanden nachträglich berufen, weil andere, die bereits zugesagt hatten, doch nicht zur Verfügung stehen“, so Epping.

Zum Thema

Ausführliche Informationen zur Beantragung von Briefwahlunterlagen gibt es auf der Internetseite der Stadt.

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