Freiwilliges Ökologisches Jahr
Nicht Hals über Kopf

Lüdinghausen -

Ein junges Trio voller Elan erobert gerade das Biologische Zentrum. Alle drei absolvieren ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, das sie auch als Atempause sehen.

Freitag, 08.09.2017, 13:09 Uhr

Tolles Trio: Luka Ressmann, Celina Grewing und Robin Mai (v.l.) sind eine Bereicherung für das Biologische Zentrum.
Tolles Trio: Luka Ressmann, Celina Grewing und Robin Mai (v.l.) sind eine Bereicherung für das Biologische Zentrum. Foto: Bettina Laerbusch

Sie scheinen sich prächtig zu verstehen. Und das ist auch gut so. Schließlich werden Robin Mai , Celina Grewing und Luka Ressmann das nächste Jahr nahezu täglich zusammenarbeiten. Sie sind 19 und 18 Jahre alt und absolvieren seit kurzer Zeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Biologischen Zentrum.

Mai ist der Älteste des Trios, er hat Abitur gemacht und will vielleicht in den Bereich Landschaftsbau gehen – das aber eben nicht direkt und ohne Atempause. Grewing geht es ähnlich, sie möchte „sehen, wie sich dieses Jahr hier entwickelt“ und dann entscheiden, ob sie Abitur macht und dann vielleicht Design studiert oder aber eine Ausbildung beginnt. Die 18-Jährige hat die Schule jetzt erst einmal mit dem Realschulabschluss verlassen.

Hälfte der Plätze ist reserviert

„Die Hälfte aller FÖJ-Plätze in NRW ist für Absolventen der Sekundarstufe I reserviert“, sagt Dr. Irmtraud Papke. Die Leiterin des Biologischen Zentrums und ihr Team haben jede Menge Erfahrungen mit FÖJ-Absolventen oder auch jungen Leuten, die sich mit Hilfe des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) Zeit gönnen, um sich zu sortieren, um in Ruhe nachzudenken – über sich, die Welt, die vielen Möglichkeiten, die sie haben, darüber, was richtig und falsch ist, welche Ziele erstrebenswert sind und welche vielleicht überhaupt nicht. An die 60 FÖJler oder Bufdis habe das Team im Biologischen Zentrum bereits betreut, schätzt Dr. Rolf Brock­sieper, Vorsitzender des Trägervereins.

Neben der Arbeit im Zentrum gibt es im Laufe des Jahres mehrere Seminare, an denen Mai, Grewing und Ressmann teilnehmen werden. Eines haben sie schon hinter sich – und sind recht angetan davon. Die Bereiche „Politik“, „Medien“, Naturschutz“, Gesellschaftsstrukturen“, erzählen sie, würden in diesen Seminaren behandelt. Bei der Themenfindung seien sie aktiv eingebunden gewesen. 30 Personen waren sie insgesamt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, hier speziell das Landesjugendamt, ergänzt Papke, organisiere diese überörtlichen Seminareinheiten.

„Die drei sind toll“

Mit Papke und Brocksieper sitzen die drei gerade unter Apfelbäumen und erzählen von ihren ersten vier Wochen im Biologischen Zentrum. Die Atmosphäre ist auffallend und angenehm entspannt. Alle fühlen sich spürbar wohl. „Die drei sind toll“, wird Papke wenig später, als das Trio schon weg ist, sagen.

Dritter im Bunde ist Luka Ressmann. Es ist 18 wie Grewing und hat bereits Abitur gemacht. Dieses Jahr der Orientierung will er sich gönnen und sich „nicht kopfüber irgendwo reinstürzen“.

Irmtraut Papke hat beobachtet, dass junge Leute, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Biologischen Zentrum absolvieren, „sich selbst ganz neue Ziele setzen und die Erfahrung machen, dass sie diese Ziele auch erreichen können“.

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