Neisse und das Stadtfest
„Nicht Warschau und Berlin sind wichtig“

Lüdinghausen -

Lüdinghausens Bürgermeister hat eine Delegation aus dem polnischen Neisse begrüßt – und unterstrichen, dass in einem kriselnden Europa, die Menschen an der Basis immer wichtiger werden . . .

Samstag, 16.09.2017, 07:09 Uhr

Bürgermeister Richard Borgmann (4.v.l.) begrüßte zum Stadtfest und zum Stadtfestlauf eine Delegation aus Neisse, darunter Regina Stajak, Vorsitzende des „Vereins der Freunde der Neisser Partnerstädte“ (3.v.l.), sowie Piotr Bobak, stellvertretender Bürgermeister der Partnerstadt (5.v.l.), und Läufer.
Bürgermeister Richard Borgmann (4.v.l.) begrüßte zum Stadtfest und zum Stadtfestlauf eine Delegation aus Neisse, darunter Regina Stajak, Vorsitzende des „Vereins der Freunde der Neisser Partnerstädte“ (3.v.l.), sowie Piotr Bobak, stellvertretender Bürgermeister der Partnerstadt (5.v.l.), und Läufer. Foto: Bettina Laerbusch

„Wichtig sind nicht Berlin und Warschau, sondern Neisse und Lüdinghausen – die Partnerschaft, die wir haben.“ Das sagte am Freitagvormittag Bürgermeister Richard Borgmann im Rathaus – und bekam spontan Applaus von der Delegation aus der polnischen Partnerstadt und den deutschen Partnern. Dass Städtepartnerschaften in einem Europa, das kriselt, wichtiger sind denn je, hatte zuvor auch Karl-Heinz Kocar als Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Lüdinghausen unterstrichen. Nicht allein auf die Regierungschefs komme es an, immer wichtiger würden die Menschen.

Und die verstehen sich prächtig. Das wurde bei dem knapp einstündigen Empfang beim Bürgermeister am Freitag mehr als einmal deutlich. Ungezwungen ging es zu – ja, fast familiär. Für das Wetter entschuldigte sich Borgmann zuallererst, im späteren Verlauf erkundigte er sich über die Gestaltung des Marktplatzes in Neisse und betonte, dass er sich sehr auf das Jubiläum im nächsten Jahr freue: 2018 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Neisse und Lüdinghausen 25 Jahre; „die Partnerschaft zwischen dem Canisanium und dem Gymnasium Carolinum existiert schon seit 30 Jahren“, stellte Kocar fest.

Apropos 30: Dass Lüdinghausen an diesem Wochenende das 30-jährige Bestehen der Partnerstadt mit Taverny feiert, ließ der Bürgermeister die Gäste wissen – und auch, was sonst noch alles zwischen dem 15. und 17. September in Lüdinghausen passiert. Und natürlich stand da der Stadtfestlauf im Mittelpunkt: Piotr Bobak , stellvertretender Bürgermeister Neisses, Joanna Burska, Pawel Drozdzik und Jacek Makowski nahmen daran am Freitagabend teil.

Am heutigen Samstagabend müssen sich die Gäste aber schon wieder auf den Weg nach Hause machen; die Eröffnung der „StadtLandschaft“ am Sonntag beispielsweise werden sie also nicht mehr mitbekommen – was den Bürgermeister zu diesem Satz bewog: „Wenn Ihr 2018 wiederkommt, werdet Ihr Lüdinghausen nicht wiedererkennen“, versprach er gut gelaunt den ebenfalls fröhlichen Gästen.

Für die charmante Übersetzung zeichnete übrigens Regina Stajak verantwortlich, Vorsitzende des „Vereins der Freunde der Neisser Partnerstädte“.

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