Biologisches Zentrum
Pilze, Äpfel und grüne Energie

Lüdinghausen -

Heimsiche Pilzarten kennenlernen, aus frischen Äpfeln Saft herstellen, eine Dörrmaschine ausprobieren oder sich eine Windkraftanlage erklären lassen – das Themenspektrum beim „Herbstaktionstag“ im Biologischen Zentrum war sehr breit.

Montag, 25.09.2017, 11:09 Uhr

Es gab viel zu sehen und zu entdecken beim Herbstaktionstag im Biologischen Zentrum.
Es gab viel zu sehen und zu entdecken beim Herbstaktionstag im Biologischen Zentrum. Foto: awf

Im Rahmen des „Herbstaktionstags Klimaschutz und Artenvielfalt“ öffnete das Biologische Zentrum am Sonntag mit zahlreichen Angeboten seine Pforten. „Wir möchten unseren Beitrag zur kreisweiten Klimaschutzwoche leisten“, erklärte Dr. Irmtraud Papke, Leiterin des Zentrums. Für Jung und Alt gab es dabei viel zu entdecken.

Im Strohlehmhaus war eine Vielzahl heimischer Pilze ausgestellt, die Mitglieder der „pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Münsterland“ standen den Besuchern Rede und Antwort. Die jungen Gäste konnten sich mit bereitgestellten Bastelutensilien rund um das Thema Pilze kreativ austoben. Die Artenvielfalt stand ebenfalls beim Thema Äpfel im Mittelpunkt. Hinter dem Hauptgebäude konnten zahlreiche Apfelsorten wie etwa „Prinz Albrecht“, „Jonagold“ oder „Ingrid Marie“ frisch vom Baum gekostet werden. Besucher probierten Schälmaschinen aus und der umweltfreundliche Dörrobstschrank, der die Äpfel mittels Solarenergie trocknet, sorgte für großes Interesse. Highlight war jedoch die Herstellung von Apfelsaft mit einer Handpresse. Vor allem die jungen Besucher waren fasziniert von dem Verfahren und fassten begeistert mit an.

An der überdachten Feuerstelle wurde Stockbrot gebacken und mit Hilfe eines Hitzestempels wurden Baumscheiben in Andenken verwandelt. Zum Klimaschutz gehört natürlich auch die Frage der Mobilität und so hatte das Autohaus Rüschkamp zwei Elektrofahrzeuge ausgestellt, die immer wieder für Nachfragen sorgten. Beim Thema erneuerbare Energien stellte sich Peter Finke, Geschäftsführer des Windparks Aldenhövel, der Diskussion mit den Besuchern und informierte über den Baufortschritt sowie den Ablauf des Projekts, im Rahmen dessen drei Windkraftanlagen in der Bauerschaft entstehen. Die Fragen der Besucher drehten sich auch um Themen wie die Umweltverträglichkeit. Das Problem des Schattenwurfs auf Wohnhäuser werde bei der Anlage beispielsweise durch automatisches Abschalten gelöst.

Auch das Werkstattcafé des Vereins „Bürger für Bürger“ war in den Räumlichkeiten des Zentrums zu Gast. Dort stand Frank Zienow bereit, um mit Unterstützung von Schülern des St.-Antonius-Gymnasiums defekte Geräte zu reparieren, die die Besucher vorbei brachten. „Wir nehmen alles, was zu reparieren ist. Da kommen ganz unterschiedliche Sachen und manchmal sogar Smartphones.“, erklärte Zienow. Hiermit wird nach dem Motto „reduce, reuse and recycle“ ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet und dafür gesorgt, dass auch alte Geräte weiter genutzt werden können. Das stromautarke Haus von Paul Steinebach in der Nähe des Biologischen Zentrums konnte ebenfalls im Rahmen des Aktionstages besichtigt werden. Dort hat er die erste und einzige Hy­bridanlage mit Solar- und Windenergie in Lüdinghausen errichtet.

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