Familienbildungsstätte feiert 51-jähriges Bestehen
Wichtige christliche Arbeit

Lüdinghausen -

Ihr 51-jähriges Bestehen feierte jetzt die Familienbildungsstätte Lüdinghausen. Bürgermeister Richard Borgmann attestierte ihren Mitarbeitern: „Sie sind unverzichtbar. Wir brauchen sie.“

Sonntag, 24.09.2017, 18:09 Uhr

Im Rahmen einer Talkrunde wurde am Samstag die 51-jährige Geschichte der Familienbildungsstätte aufgerollt.
Im Rahmen einer Talkrunde wurde am Samstag die 51-jährige Geschichte der Familienbildungsstätte aufgerollt. Foto: awf

Seit 51 Jahren bietet die Familienbildungsstätte Lüdinghausen Kurse und Seminare für die ganze Familie an. Dieser Geburtstag – das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen war wohl im vergangenen Jahr unbemerkt verstrichen – wurde nun am Samstag mit zahlreichen Gästen gefeiert. FBS-Leiter Boris Sander blickte in seiner Begrüßung auf die sich wandelnden Aufgaben der Einrichtung in der digitalen Zeit: „Viele Themen haben Bestand, aber der Umgang mit ihnen ändert sich.“ Seinen Wunsch für die Familienbildungsstätte fasste er schließlich mit den Worten „Wir möchten ein Haus für alle sein“ zusammen.

Dieses Haus ist so lebendig und hat eine Zukunft.

Pfarrer Benedikt Elshoff

Pfarrer Benedikt Elshoff verdeutlichte die Arbeit der Einrichtung mit dem Gleichnis vom Sämann und betonte, wie wichtig es sei, die Menschen dabei in den Mittelpunkt zu stellen. „Dieses Haus ist so lebendig und hat eine Zukunft“, freute er sich und ergänzte: „Auf weitere 51 Jahre gute Zusammenarbeit.“ Jesaja Michael Wiegard vom Trägerverein betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Familie, die auch einen prägenden Beitrag zur gesamten Gesellschaft leistet und forderte das Team auf „zu säen und nicht zu ernten“.

Freunde und Wegbegleiter, darunter Kreisdechant Johannes Arntz und die langjährige Referentin In­grid Davids, äußerten im Interviewformat ihre Gedanken zum Geburtstag. So war sich Johannes Arntz sicher: „Sie leisten hier wichtige christliche Arbeit.“ Auch Bürgermeister Richard Borgmann gratulierte, überbrachte ein Bild als Präsent und wandte sich schließlich an das Team der Familienbildungsstätte: „Sie sind unverzichtbar. Wir brauchen Sie.“ Sander erwiderte: „Wir bleiben.“

Sie sind unverzichtbar. Wir brauchen Sie.

Bürgermeister Richard Borgmann

Für die musikalische Untermalung der Feierlichkeiten sorgte Katharina Bracht am Saxofon. Unterstützt wird die Familienbildungsstätte von der vom Domdechant Gottfried von Raesfeld 1586 gegründeten „Von Raesfeldschen Armenstiftung“, die allen Bürgern die Bildungsteilhabe ermöglichen will. In der Tradition des Armenhauses, das früher auch eine Brauerei beheimatete und die erste soziale Einrichtung in der Stadt darstellte, brauten Stiftungsmitglieder zusammen mit Norman Tenberge von der „Lüdinghauser Brauwerkstatt“ Bier im Raesfeldhaus. Ein kaum noch verbreitetes helles westfälisches Altbier, das nun gegen eine Spende in der Familienbildungsstätte gekostet werden kann, wurde unter den interessierten Blicken der Zuschauer kreiert. Auch FBS-Leiter Sander ging dem Braumeister dabei zur Hand.

Die Familienbildungsstätte präsentierte am Samstag auch einen Ausschnitt ihres vielfältigen Angebots. So wurde etwa der Umgang mit Smartphones und Fahrradnavigationsgeräten demonstriert, Besucher konnten die Kalligraphie kennenlernen, im Gymnastikraum fanden Tanzkurse statt und auch das Werk­stattcafé öffnete seine Türen.

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