Caritas-Werkstatt
Tausende Plätzchen am Tag

Lüdinghausen -

An der Julius-Maggi-Straße werden sie gebacken, knapp zwei Kilometer entfernt werden die Geiping-Kekse eingepackt. Zwischen der Bäckerei und der Caritas-Werkstatt besteht seit zwei Jahren eine Kooperation, die weiter ausgebaut werden soll.

Freitag, 29.09.2017, 19:09 Uhr

Clemens Beisenkroll und Sonja Schwipp (Hintergrund) verpacken für Geiping Plätzchen – bis zu 600 Dosen täglich.
Clemens Beisenkroll und Sonja Schwipp (Hintergrund) verpacken für Geiping Plätzchen – bis zu 600 Dosen täglich. Foto: nit

Einen weiten Weg haben die Plätzchen nicht: Von der Bäckerei an der Julius-Maggi-Straße einmal über den Kreisverkehr, die Hans-Böckler-Straße runter, die Kreuzung überqueren und schon sind sie an ihrem Ziel, der Caritas-Werkstatt im Gewerbegebiet. Dort lässt Geiping seit zwei Jahren Plätzchen und mehr verpacken – allmählich beginnt die Saison für das Gebäck.

„Arbeitsgruppe Geiping“

Gerade wenn zu Spitzenzeiten Überstunden für seine Mitarbeiter anstanden, sei die Verpackung ein ungeliebter Bereich gewesen, sagte Geschäftsführer Michael Geiping bei einem Pressetermin am Freitag. Die Auslagerung bedeutete für die Caritas zunächst einmal Umbaumaßnahmen, damit die Hygienevorschriften eingehalten werden. Jetzt ist die Betriebsstätte Tetekum die erste im Kreisverband, die Lebensmittel verarbeiten darf. Inzwischen sind elf Beschäftigte in der „Arbeitsgruppe 7“, die aber hausintern nur „Arbeitsgruppe Geiping“ genannt wird, tätig. Angefangen hatte es mit zwei Caritas-Beschäftigten. „Wir haben nach und nach geschaut, ob die Arbeit zu den Menschen passt“, so Werkstattleiter Markus Döpker. Aus der reinen Plätzchenverpackung hat sich mittlerweile mehr entwickelt. So landet ein Teil der Schmutzwäsche der 50 Geiping-Filialen zur Reinigung bei der Caritas. Und in Planung ist, dass die Fruchtaufstriche im Gewerbegebiet Tetekum nicht nur ihr Etikett bekommen, sondern dort auch eingekocht werden.

Das Projekt des gemeinsamen Arbeitens funktioniert hier sehr gut.

Martin Sollbach

Martin Sollbach von der Caritas freute sich am Freitag noch über einen Nebeneffekt der Kooperation. Seiner „Arbeitsgruppe Geiping“ gehören seit Beginn einerseits Menschen mit geistiger Behinderung oder Körperbehinderung, andererseits aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen an. „Das Projekt des gemeinsamen Arbeitens funktioniert hier sehr gut“, sagte Sollbach.

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