Konzert des Chors „Kir Vocal“
Bei „Sound of Silence“ wird’s still

Lüdinghausen -

Mit deutsch- und englischsprachiger Popmusik unterhielt der Chor „Kir Vocal“ die Zuhörer im bis auf den letzten Platz besetzten Ricordo. Ein besonderer Moment war der Simon-and-Garfunkel-Klassiker „Sound of Silence“.

Dienstag, 10.10.2017, 06:10 Uhr

Der Chor „Kir Vocal“ sang am Samstag im Weinhaus Ricordo deutsche und englische Popmusik.
Der Chor „Kir Vocal“ sang am Samstag im Weinhaus Ricordo deutsche und englische Popmusik. Foto: beb

„Wir wollen in Begeisterung für die Musik entflammen“, sagte Sigrid Hartmann , Leiterin des Chors „Kir Vocal“, in Anlehnung an das Einstiegslied „Ich geh‘ in Flammen auf“ von „ Rosenstolz “. Diesem Anspruch wurde das Ensemble bei seinem Auftritt im Ricordo jetzt über weite Strecken gerecht.

Das Ricordo war bis auf den allerletzten Platz gefüllt, als die 18 Damen in Weiß auf die Bühne traten. Geboten wurden in der Folge zunächst deutsch-, später dann englischsprachige Klassiker und aktuelle Hits der Popmusik. Die einzelnen Titel von Basta, Simon & Garfunkel oder Robbie Williams wurden gestisch, mimisch sowie durch unterschiedliche Anordnungen der Sängerinnen auf der Bühne unterstützt.

Adele-Medley

Besondere Momente waren vor allem die Chorversion von „Sound of Silence“ und das abschließende Adele-Medley. Bei ersterem Titel startete der Chor zunächst einstimmig, um dann in ein Wechselspiel überzugehen. Nachdem kurz vor dem Ende der Chor in voller Lautstärke erklang, verstummte „Kir Vocal“ dem Liedtitel entsprechend zum Ende hin langsam. Das Medley der britischen Popsängerin Adele enthielt vier große und sehr unterschiedliche Chart-Erfolge. Besonders ansteckend wirkte auf das Publikum die Freude an der Musik, die alle Beteiligten – Paul und Robert Mangel begleiteten an E-Gitarre und Schlagzeug – stets ausstrahlten. Da fiel es weniger ins Gewicht, dass das Timing bei den teilweise komplexen Arrangements nicht an jeder Stelle hundertprozentig passte.

Intermezzi mit Saxophon

Neben „Kir Vocal“ gestaltete das Trio „Sithoka Jazz Band“ aus Dülmen den Abend mit. In zwei 15-minütigen Intermezzi präsentierte die Gruppe um Thomas Schiffer am Saxofon Klassiker der Swing- und Bluesgeschichte wie „You´re Nobody ’till Somebody Loves You“, teilweise an der Schnittstelle zum Pop wie „Always On My Mind“. Das gekonnte Spiel des Trios hätte etwas mehr Aufmerksamkeit der Zuschauer verdient gehabt.

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