Entscheidung umstritten
Rat besiegelt Patenschaft mit Bundeswehr-Kompanie

Lüdinghausen -

Die Stadt Lüdinghausen übernimmt eine Patenschaft für die zweite Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 in der Ahlener Westfalenkaserne. Das hat der Rat jetzt entschieden – allerdings bei acht Gegenstimmen und vier Enthaltungen.

Samstag, 21.10.2017, 15:10 Uhr

Kürzlich besuchte eine Delegation aus Lüdinghausen die zweite Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 in der Ahlener Westfalenkaserne.
Kürzlich besuchte eine Delegation aus Lüdinghausen die zweite Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 in der Ahlener Westfalenkaserne. Foto: Stadt Lüdinghausen

Das Vorhaben war von Beginn an umstritten. Und das hat sich bis zur Entscheidung am Donnerstagabend in der Ratssitzung nicht geändert. Mit acht Gegenstimmen und vier Enthaltungen aus den Reihen von SPD , Grünen und UWG stimmte der Rat mehrheitlich dafür, eine Patenschaft für die zweite Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 in der Ahlener Westfalenkaserne zu übernehmen.

Meinungsbild nicht einheintlich

In der Debatte hatte Bernhard Möllmann (CDU) von einem „wunderbaren Kennenlernnachmittag“ vor einigen Wochen in der Bundeswehrkaserne berichtet und die Patenschaft ausdrücklich begrüßt. Für Markus Kehl (UWG) dagegen ist dieses Unterfangen allerdings „nicht zeitgemäß“. Wobei er betonte, dass das Meinungsbild in seiner Fraktion bei dieser Frage nicht einheitlich sei. Der Patenschaft selbst wünschte er – trotz seiner Ablehnung – „alles Gute“.

Eine einheitliche Meinung gab es auch bei der SPD nicht. Fraktionssprecher Michael Spiekermann-Blankertz begründete seine Ablehnung dagegen sehr persönlich.

Bürgermeister Richard Borgmann erklärte, eine Ablehnung habe „Wirkung nach außen“ – und die sei nicht positiv. Die Bundeswehr leiste wichtige friedenserhaltende und -stiftende Maßnahmen im Ausland - etwa in Afghanistan

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