Erntedankfest in Seppenrade
„Erst beten, dann feten“

Seppenrade -

Die Organisatoren mussten sogar Bänke nachholen, so groß war der Andrang beim Erntedankfest in Seppenrade. Den Erntekranz dafür hat die Landjugend aus Niedersachsen „importiert“ – nicht ganz freiwillig.

Montag, 23.10.2017, 06:10 Uhr

Üppig geschmückt: Die Landfrauen hatten die Scheune für den von Pfarrer Siegbert Hellkuhl zelebrierten und vom Jekits-Chor der Marienschule mitgestalteten Gottesdienst geschmückt.
Üppig geschmückt: Die Landfrauen hatten die Scheune für den von Pfarrer Siegbert Hellkuhl zelebrierten und vom Jekits-Chor der Marienschule mitgestalteten Gottesdienst geschmückt. Foto: Michael Beer

„Wer danken kann, kann auch beten. Dank gehört zu den Grundregeln des Alltags und der Beziehung zu Gott. Das gilt nicht nur zum Erntedankfest“, sagte Pfarrer Siegbert Hellkuhl beim Erntedankfest der landwirtschaftlichen Vereine in der festlich geschmückten Scheune auf dem Hof der Familie Köster in der Bauerschaft Reckelsum. Der Andrang war so große, dass noch Bänke nachgeholt werden mussten.

In seiner Begrüßung lobte Hellkuhl das Engagement der Organisatoren unter anderem für die festliche Dekoration. Der Jekits-Chor der Marienschule untermalte die Messfeier musikalisch. Dafür gab es nach dem Schlusssegen viel Beifall. „Erst beten, dann feten“ – mit diesen Worten schloss Hellkuhl den Festgottesdienst.

Auf vielen Höfen ist die Ernte aufgrund des Wetters um 30 Prozent niedriger ausgefallen als in früheren Jahren.

Antonius Vormann

Antonius Vormann , Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins (LOV), dankte sowohl dem Kinderchor als auch Pfarrer Hellkuhl für die Messe, den Gläubigen für die Kollekte zur Unterstützung psychisch Kranker, den Landfrauen für die Deko und der Landjugend für den Erntekranz. Dieser musste aus Niedersachsen geholt werden, da Vögel die Garben des Getreides zerzaust hatten, mit dem die KLJB-Mitglieder den Erntekranz binden wollten. Blumen gab es für Antonius und Anne Köster, die eigens ihren Urlaub für das Fest auf ihrem Hof verschoben hatten.

„Auf vielen Höfen ist die Ernte aufgrund des Wetters um 30 Prozent niedriger ausgefallen als in früheren Jahren. Der Verbraucher bekommt davon nichts mit. Er findet immer volle Regale in den Geschäften vor“, sagte Vormann. Draußen knisterte in der Dunkelheit Holz in drei großen Feuerschalen. Die vielen Kinder, die am Erntedankfest teilnahmen, durften darüber Stockbrot backen. Würstchen, Pommes sowie Reibekuchen mit Apfelmus gab es dann zur Stärkung, bevor Discjockey Christian Willmer einen langen Tanzabend für Jung und Alt aus den Bauerschaften und dem Dorf eröffnete.

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