Theologisches Forum
Ein Hirte sucht neue Wege

Olfen / Lüdinghausen -

Thomas Frings legte im Frühling 2016 sein Amt als Gemeindepfarrer in Münster nieder und zog sich für einige Monate in ein Benediktinerkloster in den Niederlanden zurück. Am 7. November liest er aus seinem Buch.

Donnerstag, 26.10.2017, 14:10 Uhr

Pfarrer Thomas Frings hat seine Gemeinde in Münster aufgegeben und damit eine Diskussion ausgelöst.
Pfarrer Thomas Frings hat seine Gemeinde in Münster aufgegeben und damit eine Diskussion ausgelöst. Foto: Stefan Sättele

Thomas Frings , ist am 7. November (Dienstag) um 19.30 Uhr zu Gast beim Theologischen Forum Lüdinghausen. Er wird im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus in Olfen über die Motive reden, die ihn vor eineinhalb Jahren bewogen haben, das Amt des Pfarrers in der Gemeinde Heilig Geist in Münster aufzugeben und sich für eine gewisse Zeit in ein Kloster in den Niederlanden zurückzuziehen. Dieser Schritt des beliebten Seelsorgers hat weit über Münster hinaus Aufsehen erregt, heißt es in der Pressemitteilung des Theologischen Forums.

Thomas Frings ist Großneffe des ehemaligen Kölner Erzbischofs Joseph Kardinal Frings

Im Frühjahr dieses Jahres hat Frings ein Buch herausgebracht mit dem Titel „Aus, Amen, Ende?“, aus dem er lesen wird. „Öffentliche Auftritte von Thomas Frings und Lesungen aus diesem Buch, die nicht von seinem Buchverlag organisiert sind, sind sehr selten“, heißt es weiter in der Ankündigung. Umso mehr freuten sich die Verantwortlichen des Theologischen Forums, dass Thomas Frings für diesen einen Abend gewonnen werden konnte. Thomas Frings wurde 1987 zum Priester geweiht. Von 2009 an war er Pfarrer der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Münster, seit 2010 Mitglied und seit 2014 Moderator des diözesanen Priesterrats. Durch seine Amtsniederlegung nach Ostern 2016 wurde er national bekannt. Danach zog er sich für einige Monate in ein Benediktinerkloster in den Niederlanden zurück. Thomas Frings ist Großneffe des ehemaligen Kölner Erzbischofs Joseph Kardinal Frings.

Thomas Frings schreibt in seinem Buch: „„Als ich schweren Herzens meine Gemeinde verlassen habe, da wurde ich auch mit dem Vorwurf konfrontiert, der Hirte verlasse seine Herde. Doch musste ich in dem Moment nicht selber darauf reagieren, sondern ein älterer Herr ergriff das Wort und sagte: Das kann man selbstverständlich so sehen. Wenn jedoch auf den alten Wegen immer weniger Schafe mitgehen und man immer weniger weiß, wohin es gehen soll, dann muss es vielleicht auch Hirten geben, die die Herde einmal verlassen, um vorauszugehen und nach neuen Wegen suchen.“

Bei der Lesung aus seinem Buch wird er, der den Glauben an Wahrheit, Wert und Nutzen der christlichen Botschaft nie verloren hat, auch seine Vorstellungen von einer „reformierten“ Kirche vorstellen und zum Gespräch einladen, schreibt das Theologische Forum.

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Der Eintritt für die Lesung beträgt acht Euro.

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