Urpflanze wurde von Züchter Ewald Scholle kreiert
Ein Schnaps auf die Lutherrose

Seppenrade -

Der Seppenrader Ewald Scholle hat im Jahr 2000 eine weiße Rose gezüchtet, die 2003 in Coburg auf den Namen „Dr. Martin Luther“ getauft wurde. Ein beet mit ebendiesen Rosen wurde am Sonntag im Rosengarten angelegt.

Dienstag, 07.11.2017, 12:11 Uhr

Ein neues Beet mit Lutherrosen wurde am Sonntag im Seppenrader Rosengarten angelegt. Die Urrose stammt von Züchter Ewald Scholle.
Ein neues Beet mit Lutherrosen wurde am Sonntag im Seppenrader Rosengarten angelegt. Die Urrose stammt von Züchter Ewald Scholle. Foto: mib

„Was haben der Fußballer Uwe Seeler und der Reformator Martin Luther gemeinsam?“ Diese Frage wäre bei Günter Jauchs „Wer wird Millionär“ sicherlich eine Million Euro wert. Der Ursprung dieser Gemeinsamkeit über fast fünf Jahrhunderte hinweg liegt in Seppenrade. Genauer gesagt im Garten von Rosenzüchter Ewald Scholle . Der hatte im Jahr 2000 eine weiße Rose gezüchtet, die 2003 in Coburg auf den Namen „Dr. Martin Luther“ getauft wurde. Und diese neu gezüchtete Rose stammt unter anderem von der Rosensorte „Uwe Seeler“ ab.

Vor einem Jahr hatten sich Pastoralreferentin Ruth Reiners und Prädikantin Gaby Christensen vom ökumenischen Arbeitskreis an Friedhelm Landfester vom Heimatverein Seppenrade mit der Bitte gewandt, im Lu­therjahr eine Lutherrose pflanzen zu wollen. Nichts leichter als das, dachte sich der Vorsitzende des Heimatvereins. Doch die Nachfrage nach dieser Rose war im Lu­therjahr sehr groß. Durch Zufall stieß er auf einen Züchter aus dem Harz. Und bei dem tauchte unter der Rubrik „Lutherrose“ der Hinweis auf den Züchter Ewald Scholle auf, der sich den Namen seiner Züchtung aber nicht hatte schützen lassen. So ist diese weiße Rose von anderen Züchtern weiter entwickelt worden. Doch die „Urrose“ stammt aus Seppenrade.

Was wir jetzt noch brauchen, ist jemand, der das neue Rosenbeet auch pflegt.

Friedhelm Landfester

Hier wurden nun in einer kleinen Andacht, von Gaby Christensen und Ruth Reiners gestaltet, und vom Posaunenchor musikalisch begleitet, die fünf Lutherrosen am Sonntag im Rosengarten eingepflanzt. „Die Rose in seinem Wappen war für Luther Symbol des Glaubens. Die weiße Rose steht bei ihm für Freude, Trost und Liebe“, sagte Christensen, die zusammen mit Ruth Reiners, Pfarrerin Silke Niemeyer und Friedhelm Landfester die Rosen in die Erde setzten. Mit einem Schnaps wurde die Pflanzen angegossen und dazu Lu­therkekse mit dem Wappen des Reformators den Gästen gereicht. Landfester merkte abschließend an: „Was wir jetzt noch brauchen, ist jemand, der das neue Rosenbeet auch pflegt."

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