Edle Brände aus dem „Geisterhaus“
„Jungunternehmer“ mit 77 Jahren

Lüdinghausen -

Vor zwei Jahren hat sich Bernhard Reicks selbstständig gemacht. Unter dem Markennamen „Geisterhaus“ vertreibt er edle Brände.

Freitag, 17.11.2017, 16:11 Uhr

Bernhard Reicks vertreibt unter dem Markennamen „Geisterhaus“ edle Brände.
Bernhard Reicks vertreibt unter dem Markennamen „Geisterhaus“ edle Brände. Foto: Peter Werth

Bernhard Reicks hat eine gute Nase. Vier Jahrzehnte war er in verantwortlicher Position in einem Unternehmen tätig, das sich mit alkoholischen Getränken beschäftigt. Die dort gemachten Erfahrungen hat er selbstverständlich auch im Ruhestand nicht vergessen. Und so hat sich der Lüdinghauser mit einer eigenen Idee vor zwei Jahren selbstständig gemacht. Der 77-Jährige hat in unterschiedlichen Destillerien Brände von außergewöhnlicher Qualität aufgespürt und vermarktet sie jetzt unter dem Markennamen „Geisterhaus“. Dabei habe er lange bestehende Kontakte wieder aufgefrischt.

„Ich weiß, wie es geht, Produkte auf den Markt zu bringen, die wertig und von hoher Qualität sind“, sagt der „Jungunternehmer“ durchaus selbstbewusst. Den Preis seiner Brände aus dem „Geisterhaus“-Sortiment bezeichnet er als „marktgerecht“. Den Namen „Geisterhaus“ hat er sich im übrigen rechtzeitig patentrechtlich absichern lassen. Das sei gar nicht so einfach gewesen, erinnert sich Reicks. Einige andere angepeilte Namen seien schon vergeben gewesen. „Geisterhaus“ ist aus seiner Sicht allerdings jetzt der absolut passende.

Es gibt uns in verschiedenen gehobenen Restaurants.

Bernhard Reicks

Fünf edle Schnäpse gibt es inzwischen im „Geisterhaus“: einen Obstbrand, einen Grappa, einen Birnenbrand, einen Aquavit und einen Gin. Diese bietet er nicht nur in nicht alltäglich geformten Flaschen an, sondern hat ihnen individuell gestaltete Etiketten gegeben. Über die Herkunft seiner „hochprozentigen „Geister“ mag er indes nicht allzu viel verraten. Nur soviel: Während der Grappa aus einer Brennerei in Südtirol stammt, kommt der Aquavit „aus dem Norden“. Der Obstbrand hingegen wird in der Eifel destilliert.

Gedanken hat sich Reicks auch über die Namen der Brände gemacht. So firmiert der Birnenbrand unter dem Label „Williams – Wilhelm von Lüdinghausen“. Denn, so der Lüdinghauser, in seiner Familie sei dieser Vorname traditionell häufig vertreten. Und der Gin läuft unter dem Zusatz „Cottenham 36“. Das ist die Londoner Adresse von guten Freunden.

Der Vertrieb der „Geisterhaus“-Produkte läuft privat sowie über den Hofladen des Forstmannshofs Böcker. Und: „Es gibt uns in verschiedenen gehobenen Restaurants“, freut sich Reicks über die Nachfrage. Zugleich weiß er aber auch: „Man muss Geduld haben.“

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